Das Projekt
Schöner Hofen in Danewitz/Biesenthal (Brandenburg) ist ein gemeinschaftliches Wohn- und Kulturprojekt: Erwachsene und Kinder wollen gemeinsam auf einem frisch erworbenen Hof leben, arbeiten und einen offenen Treffpunkt für die Nachbarschaft schaffen – mit Coworking, Werkstatt, Veranstaltungsraum und generationsübergreifendem Miteinander.
Gestern und heute
Das Team besteht aus sechs Erwachsenen mit vielfältigen Wurzeln – von der Kreuzberger Kommune bis zum ländlichen Sauerland. Die Gruppe verbindet langjährige Erfahrung in gemeinschaftlichen Projekten wie Elterninitiativen, Bildungsvereinen und der Stadtteilarbeit. Kennengelernt haben sich die Mitglieder über Plattformen für gemeinschaftliches Wohnen.
Die Kompetenzen des Teams sind breit gefächert und umfassen Handwerk, Architektur, IT und Lehre sowie Geschäftsführung, Nachhaltigkeit und Kulturförderung. Diese interdisziplinäre Expertise soll gezielt eingesetzt werden, um demokratische Strukturen im ländlichen Raum zu stärken.
Die Gruppe besteht aktuell aus vier GbR-Mitgliedern sowie zwei weiteren Personen und hat den Hof im vergangenen Dezember erworben. Über das letzte Jahr wurde bereits ein Netzwerk aus rund 50 Personen aufgebaut. Nach dem Einzug im April ist geplant, weitere Mitglieder in die GbR aufzunehmen und die Bauplanung intensiv voranzutreiben. Parallel zur baulichen Entwicklung wird an der Gründung eines gemeinnützigen Vereins für Kultur- und Bildungsprojekte vor Ort gearbeitet. Zudem befindet sich ein teilgewerblicher Coworking-Space in der Planung.
Mit dem Erwerb des Hofes wurde nach Jahren der Suche der erste große Meilenstein erreicht. Trotz dieses Erfolgs zeigt die komplexe Realität der Umsetzung, wie viel Energie die Navigation durch den Alltag und die bestehenden Hürden erfordert. In den kommenden zwei Jahren liegt der Fokus daher auf drei zentralen Bereichen:
1. Bauplanung: Gemeinsam mit Architekt*innen und Fachleuten werden Wohnungen und Gemeinschaftsräume ausgebaut, Leerstände erschlossen und die bestehende Infrastruktur integriert.
2. Stärkung der Gemeinschaft: Das Ankommen vor Ort, die Einbeziehung der Nachbarschaft sowie die Entwicklung niedrigschwelliger Formate sollen Austausch, Teilhabe und Verbindung fördern; parallel wird die GbR erweitert.
3. Resiliente Strukturen: Passende Rechtsformen werden geschaffen, Entscheidungsprozesse überprüft und Arbeitsgruppen sowie ein nachhaltiger Businessplan entwickelt. Hierfür wird gezielt juristische und organisatorische Unterstützung gesucht.
Schöner Hofen soll ein lebendiger Gemeinschaftsort werden: ein Alltag, in dem Menschen sich unterstützen, gemeinsam kochen, gärtnern, arbeiten und Kultur gestalten. Ziel ist ein naturnahes Leben durch nachhaltige Bauweise und die ökologische Nutzung von Garten- und perspektivisch Waldflächen. Zusätzlich sollen niedrigschwellige Begegnungsräume geschaffen und lokale Initiativen gestärkt werden. Langristig ist ein (teil-)gewerbliche Nutzung mit Coworking, Gästeunterkunft und Veranstaltungsformaten vorgesehen.
Wohnen
Arbeiten
Offene Treffpunkte und Angebote
Demokratie und Sozialer Zusammenhalt
Klimaschutz
Wohnen
Schöner Hofen will ein gemeinschaftliches Wohnen etablieren, in dem Kinder gemeinsam aufwachsen und Verantwortung geteilt wird. In zwei Jahren soll die GbR vollständig sein und die Bauplanung für die Wohnungen genehmigt sein. Die bis dahin stattfindenden Nutzungen von Gemeinschafts- und Gartenflächen sollen etabliert sein. Strukturen für Mitbestimmung im Alltag und die Organisation von Haushalts- und Gartenaufgaben werden erprobt. Durch nachhaltige Wohnformen und verbindliche Gemeinschaftsregeln werden Konfliktlösungsmechanismen getestet und dokumentiert. Ziel ist ein nachbarschaftlich geprägtes, lebendiges Miteinander.


Wohnen
Brandenburg Biesenthal
Zeichnung "Gemeinschaftsleben auf dem Hof" (von Ronja Dietrich)
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Wir erobern den Garten
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Arbeiten
Für Coworking und Kulturveranstaltungen übernimmt ein gemeinnütziger Verein die Trägerschaft. Die geplanten Gemeinschaftsflächen umfassen Werkstätten, Ateliers, einen Veranstaltungsraum, Coworking-Etage und Gästewohnung. In zwei Jahren sollen mindestens 5 feste Coworkende pro Woche, 1 Kultur- und Workshopveranstaltungen pro Quartal und 1 Kooperationsprojekt mit ein lokalen Akteur*innen etabliert sein. Coworking wird so zu einem Mehrwertort für Danewitz und Biesenthal, der Arbeit, Begegnung und lokale Wertschöpfung verbindet. Es entsteht ein lebendiger Ort für Arbeit, Austausch und Vernetzung. Das Angebot fördert digitale, kreative und regionale Arbeitsformen, inklusive gemeinsamer Projekte. Wir wollen prüfen, ob wir dabei mit der CoWorkLand eG kooperieren können.

Arbeiten
Brandenburg Biesenthal
KI generierte Skizze "Co-Working in der Remise"
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Offene Treffpunkte und Angebote
Nach dem Einzug soll eine lange Tafel die Nachbarschaft dazu einladen, den Hof zu besichtigen, Geschichten zu teilen und die Gemeinschaftsflächen aktiv mitzugestalten. Innerhalb der nächsten zwei Jahre ist geplant, mindestens zwei feste Formate wie Repair-Cafés, Freiluftkino, Kochabende und Kooperationen mit einem regionalen Bio-Landwirt oder Werkstatt-Workshops dauerhaft zu etablieren.
Das Gelände sowie der Stall als Veranstaltungsraum sollen allen lokalen Initiativen offenstehen. Durch geteilte Ressourcen wie Sharing-Räder und Gartenflächen entstehen Räume für Begegnung, Austausch und Kultur. Mit einer Bewerbung bei „Neulandgewinner“ wird eine finanzielle Förderung für die Programmplanung angestrebt. Ziel ist ein lebendiger, inklusiver Ort, der Nachbarschaft, Kreative und lokale Projekte langfristig zusammenführt.

Offene Treffpunkte und Angebote
Brandenburg Biesenthal
KI-generierte Skizze: niedrigschwellige Angebote auf dem Hof
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Wer steht hinter Schöner Hofen ?
Über die Projektgruppe
Die sechs Erwachsenen bringen spezifische Schwerpunkte in das Projekt ein: Zwei Architekt*innen steuern ihre Expertise für das Bauvorhaben bei, insbesondere mit einem Fokus auf nachhaltiges Bauen. Ein Green-Tech-Geschäftsführer bringt seine Management-Erfahrung ein, während ein Data Scientist digitale Lösungen entwickelt.
Eine Kulturmanagerin gestaltet die Programme und bringt Erfahrung in der Vereinsgründung mit, ergänzt durch eine Lehrerin für gehörlose Kinder, die inklusive Bildungsperspektiven einbringt. Zudem prägen vier Kinder die Sichtweise auf die Gemeinschaft. Das Team kombiniert somit Tatkraft und eine große Vielfalt an Fähigkeiten mit fundierter Erfahrung in gemeinschaftlichen Projekten.
Über die Organisationsform
Die Kerngruppe trifft sich wöchentlich und trifft Entscheidungen zu anstehenden Themen im Konsens. Strategische Fragestellungen werden in speziellen Workshops und Klausurformaten vertieft. Bereits im Jahr 2025 wurde die Gruppe im Rahmen einer Förderung durch das Netzwerk Zukunftsorte beraten; diese professionelle Begleitung wird fortgesetzt, unter anderem durch ein Kick-off-Wochenende zur Jahresplanung im Februar.
Neue Mitstreiter*innen werden über verschiedene Netzwerke gewonnen, wobei Brunch-Treffen und gemeinsame Wochenenden dazu dienen, die Vision und das Team zu stärken. Operative Aufgaben werden effizient in Kleingruppen bearbeitet, externe Expertise wird bei Bedarf punktuell eingebunden.
Ansprechpersonen
Pauline Püschel
Geschäftsführerin GbR
Jonas Braun
Mitgründer














