Offene Treffpunkte und Angebote
Die Scheune Prädikow ist das Herzstück des Hofes als offener Treffpunkt: Die ehemalige Traktorenscheune wurde in einem partizipativen Prozess gemeinsam mit alteingesessenen und neu zugezogenen Prädikower*innen zur Dorfscheune entwickelt. Heute hat sich daraus der Scheunen-Stammtisch entwickelt, in dem neue Ideen für Veranstaltungen entstehen und geplant werden und der ehrenamtliche Betrieb der Café-Bar Schwarzer Storch organisiert. Beispiele für gemeinsame Veranstaltungen sind thematische Kneipenabende, die jährliche Schlagerparty, Kino- oder Fußball-Abende.
Doch in der Scheune wird auch gelernt: hier üben wöchentlich 20 Kinder Breakdance, probt der PrädiChor mit 40 Menschen aus Dorf und Region, werden Yoga und Improtheater gemacht.
In der Dorfakademie lernt man Baumschnitt, Action-Painting, Stricken oder den Umgang mit Veranstaltungstechnik.
Doch die Scheune ist auch ein Kulturort: Sie ist bekannt für die monatlichen Jam-Sessions, die bis zu 100 Künstler*innen aus der ganzen Region anziehen. Hier sind schon diverse Bandprojekte entstanden. Konzerte und die jährlichen Offenen Ateliers machen den Hof zum beliebten kulturellen Ankerpunkt.
Auch gearbeitet wird in der Scheune: in einer Etage sitzen täglich Coworker zusammen und die Scheune wird gerne für Workshops, Seminare und Team Retreats gebucht.
Zusammen mit privaten Feiern, Gemeinderatssitzungen und kommunalem Stammtisch ist der Scheunen-Kalender das ganze Jahr gefüllt.
Für NGOs und Dorfbewohner*innen ist die Raummiete reduziert.
Organisationskultur und Gemeinwohlorientierung
Hof Prädikow ist durch eine Kombination aus Stiftung, Verein und Genossenschaft strukturell dem Spekulationsmarkt entzogen: Die Stiftung trias hält das Erbbaurecht, die SelbstBau Genossenschaft verwaltet das Wohnen, der Hof Prädikow e.V. trägt die gemeinnützige Arbeit in Denkmalpflege, Bildung und Kultur. Dieses dreifache Sicherungsnetz bedeutet: Keine Generation nach der heutigen kann den Hof verkaufen, privatisieren oder aus dem Gemeinwohlrahmen herauslösen. Gemeinwohl ist hier nicht Absichtserklärung, sondern Satzungsinhalt dreier Organisationen. Transparenz über Finanzen und Entscheidungen ist Teil der Organisationskultur.
Die Gemeinschaft organisiert sich nach dem Prinzip der Soziokratie und entwickelt kontinuierlich passende Formate für Austausch, Miteinander und Konfliktmoderation.