Das Projekt

Das Kulturquartier Altes Postgelände in Strausberg (Brandenburg) entwickelt ein ehemaliges DDR-Postgelände mit 25 ha Waldfläche, Bestandsgebäuden und einem Bunker zu einem nachhaltigen Kultur-, Wohn- und Begegnungsort in Holzbauweise.

Gestern und heute

2010 erwarb Matthias Merkle das ehemalige Gelände der DDR-Post in Strausberg – ein gigantischer Bunker aus Zeiten des Kalten Krieges, 25 ha Waldfläche, Gebäude, deren ursprüngliche Nutzungen längst der Vergangenheit angehörten. Gemeinsam mit Antje Borchardt und Melanie Seeland begann die Entwicklung des Geländes zu einem Kulturquartier. Seither sind Strukturen entstanden, die vielfältige Möglichkeiten bieten: das Theater Die Andere Welt Bühne, der WissensSpeicher, die Waldwirtschafterei GmbH mit Holzatelier, die Gaststätte Schmorpost im ehemaligen Wachgebäude mit Spielplatz, eine kleine Imkerei sowie Vereine, eine Aikidoschule und ein Soundstudio. 2025 wurden die ersten beiden Häuser in eigener vor Ort konstruierter Holzbauweise bezogen. Aus einem abgeschlossenen, vergessenen Gelände hinter Hochvoltzäunen ist ein wachsendes Kulturquartier geworden, das Geschichte, Ökologie und Gemeinschaft zusammendenkt.
Das Leben auf dem Alten Postgelände ist kulturell und ökologisch einem öffentlichen Interesse gewidmet. In Betrieb sind bereits: Theater Die Andere Welt Bühne, WissensSpeicher, Waldwirtschafterei GmbH mit Holzatelier, Gaststätte Schmorpost, Spielplatz, eine kleine Imkerei sowie Vereine, Aikidoschule und Soundstudio. Die ersten zwei Wohnhäuser in Holzbauweise aus der märkischen Kiefer sind 2025 bezogen worden, 14 weitere sowie ein Atelierhaus werden folgen. Die überkultivierten Waldbereiche werden schrittweise in einen naturnahen Zustand gebracht. Weitere kulturelle und soziale Angebote, sowie die Nutzung des Bunkers als Gedenk-, Kultur- und Bildungsort sind in Planung.
In den kommenden Jahren stehen Neubau und Ausbau im Mittelpunkt: Vierzehn weitere Wohnhäuser am Waldrand in Holzbauweise aus märkischer Kiefer, ein großes Atelierhaus und die schrittweise museale Öffnung des Bunkers sind geplant. Alle Bauprojekte folgen dem ökologischen Ansatz des Holzbetriebs, der das Holz aus dem eigenen Wald vor Ort verarbeitet. Parallel werden die kulturellen Angebote ausgebaut. So entwickelt sich ein Kulturquartier, das wächst, ohne seine Ökologie und seine Geschichte zu vergessen – als Modell für soziale und kulturelle Leerstandsnutzung, suffizienten Holzbau sowie das Schaffen dauerhafter Begegnungs- und Diskursorte.
Ein ehemals unzugänglicher Ort hinter Hochvoltzäunen wird der Öffentlichkeit Stück für Stück zurückgegeben. Das Kulturquartier Altes Postgelände wird nachhaltig und sozial entwickelt und spricht eine eigene gestalterische Formensprache. Dabei entwickelt das Kulturquartier seine Projekte stets orientiert an der Historie des Geländes selbst und der notwendigen und prägenden Zukunftsgestaltung durch Ökologie und Nachhaltigkeit. Die überkultivierten Bereiche des Waldes werden Stück für Stück in einen naturnahen Zustand gebracht und dann sich selbst überlassen.
Wohnen Offene Treffpunkte und Angebote Klimaschutz Demokratie und Sozialer Zusammenhalt Zukunftsfähige Regionen und Städte

Wohnen

Seit 2025 werden die ersten beiden in eigener Holzbauweise errichteten Häuser am Waldrand bewohnt. Vierzehn weitere Wohnhäuser sind geplant sowie ein großes Atelierhaus. Ein großes, bestehendes Gebäude wird bereits seit längerer Zeit genutzt. Die Genossenschaft ermöglicht gemeinschaftliches Wohnen mit genossenschaftlichen Strukturen. Die Kombination aus Wohnen, Kultur und Natur – unmittelbar am Wald – macht das Alte Postgelände zu einem einzigartigen Wohnort. Alle Wohnbauten entstehen in Holzbauweise aus märkischer Kiefer, gefällt und verarbeitet im eigenen Betrieb. So wird Wohnen zum Teil eines ökologischen Kreislaufprinzips.

Offene Treffpunkte und Angebote

Das Alte Postgelände bietet Raum für Kultur, Bildung und gesellschaftliche Auseinandersetzung: Das Theater Die Andere Welt Bühne, der WissensSpeicher als Ort des Lernens und Diskutierens, die Gaststätte Schmorpost sowie Vereine, eine Aikidoschule und ein Soundstudio machen das Gelände zu einem vielseitigen Treffpunkt. In naher Zukunft soll der Bunker teilweise für Ausstellungs- und Bildungszwecke geöffnet werden, sowie auf dem Gelände weitere kulturelle und soziale Angebote geschaffen werden.

Klimaschutz

Alle Entscheidungen auf dem Alten Postgelände werden mit dem Fokus auf Klimaschutz getroffen. Das Herzstück ist der eigene Holzbetrieb, die Waldwirtschafterei GmbH mit Holzatelier: Häuser werden aus märkischer Kiefer gebaut – regional, nachwachsend und CO₂-speichernd. Neubau und Sanierung folgen ökologischen Grundsätzen. Die überkultivierten Bereiche des Waldes werden Stück für Stück in einen naturnahen Zustand gebracht und dann sich selbst überlassen. Das Gelände mit seinen 25 ha Waldfläche ist damit nicht nur Lebensraum für Menschen, sondern auch für Flora und Fauna – aktiver Klimaschutz durch Rückgabe von Natur an die Natur.

Wer steht hinter Altes Postgelände Strausberg ?

Über die Projektgruppe

Das Alte Postgelände wird von einem kleinen Team entwickelt. Matthias Merkle, Antje Borchardt und Melanie Seeland verbinden unternehmerische Erfahrung mit kultureller und ökologischer Überzeugung. Seit 2022 ist Mona el Gammal Teil dieses Kernteams. Entscheidungen werden möglichst im Dialog getroffen. Das Gelände lebt von den Menschen und Gruppen, die sich dort angesiedelt haben: Theater, Bibliothek, Werkstatt, Imkerei, Vereine, Schule und Gastronomie bringen unterschiedliche Kompetenzen, Netzwerke und Energien mit.

Über die Organisationsform

Auf dem Kulturquartier Altes Postgelände agieren verschiedene Rechtsformen: unterschiedliche Unternehmen und Genossenschaft ergänzen sich. Teilweise ist der Betrieb gemeinnützig ausgerichtet, insbesondere für kulturelle und bildungsbezogenen Angebote. Entscheidungen sind dialogorientiert.

Ansprechpersonen

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Mona el Gammal

Altes Postgelände

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Antje Borchardt

Pikeslust, Waldwirtschafterei, Schmorpost