Was sind Zukunftsorte?

“Zukunftsorte” sind Orte, die Wohnen und Arbeiten vereinen. Sie nutzen Leerstand im ländlichen Raum um und entwickeln vor Ort neue Lebens- und Arbeitsmodelle, sowie Offene Treffpunkte. 

Mittlerweile gibt es eine große Bandbreite von ländlichem Engagement von alten und neuen Bewohner*innen jenseits der Metropolen. Was uns besonders freut: die Zahl der Projekte und engagierten Menschen wächst deutschlandweit! 

Um besonders impulsstarke Projekte auszuzeichnen und für Politik, Kommunen und angehende Macher*innen gleichermaßen sichtbar zu machen haben wir den Begriff Zukunftsorte geprägt und Kriterien entwickelt, um sie zu identifizieren.

Die 4 wichtigsten Kriterien der Zukunftsorte

Um Projekte mit besonders großer Impulskraft zu identifizieren und in unser Netzwerk aufzunehmen haben wir folgende Kriterien definiert:

In ländlichen Räumen gibt es in zahlreichen Orten leerstehende Gebäude, die weder bewohnt sind noch anders genutzt werden. In den Augen der Anwohner*innen stehen sie symbolisch oft für die Regression eines Ortes, für die Kommunen bedeuten sie zusätzliche Kosten. In Zeiten räumlicher Verknappung in den Städten verstehen wir Leerstand als Potenzial, welches es zum Wohle der ländlichen Bevölkerung zu nutzen gilt.

Unter Leerstand mit Zukunftsorte-Potenzial verstehen wir:

  • größere leerstehende Gebäude und brachliegende Flächen im Ortsinnenbereich (Landwirtschafts-und Industriebrachen, Höfe, Mehrfamilienhäuser sowie Gebäude, die ehemals wichtige Infrastruktur und Angebote für den Ort beherbergten), sowohl in kommunaler als auch in privater Hand.
  • ungenutztes Brachland in zentraler Ortslage, welches mit alternativen Gebäuden (Tinyhouses, Container, etc.) bespielt werden kann, die wohnen, arbeiten und soziale Treffpunkte beherbergen.
  • Gebäude mit ungeklärten Eigentumsverhältnissen und Spekulationsobjekte: hier setzten wir uns für rechtliche Rahmenbedingungen ein, die es ermöglichen, auch solchen Leerstand in eine Nutzung zu überführen.

Ländliche Räume brauchen Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt vor Ort haben (und ihren Wohnort mitgestalten) und auch vor Ort arbeiten (anstatt in die Stadt zu pendeln). Darum unterstützen wir die Entwicklung von Wohn- und Arbeitsprojekten.

Unter Wohn- und Arbeitsprojekten im Sinne der Zukunftsorte verstehen wir:

  • Projekte, welche in unterschiedlicher Ausprägung sowohl ständiges als auch temporäres Wohnen ermöglichen, häufig gemeinschaftlich organisiert.
  • Projekte, deren Akteuren zum Großteil mit Erstwohnsitz im Projekt selbst oder im Umkreis von max. 10 km Entfernung wohnen.
  • Projekte, die Arbeiten vor Ort entweder durch die Entwicklung aller Arten von Gewerbe oder durch das Bereitstellen von Arbeitsplätzen (Coworking), Lern- oder Seminarräumen ermöglichen.

Ländliche Räume brauchen Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt vor Ort haben (und ihren Wohnort mitgestalten) und auch vor Ort arbeiten (anstatt in die Stadt zu pendeln). Darum unterstützen wir die Entwicklung von Wohn- und Arbeitsprojekten.

Unter Wohn- und Arbeitsprojekten im Sinne der Zukunftsorte verstehen wir:

  • Projekte, welche in unterschiedlicher Ausprägung sowohl ständiges als auch temporäres Wohnen ermöglichen, häufig gemeinschaftlich organisiert.
  • Projekte, deren Akteuren zum Großteil mit Erstwohnsitz im Projekt selbst oder im Umkreis von max. 10 km Entfernung wohnen.
  • Projekte, die Arbeiten vor Ort entweder durch die Entwicklung aller Arten von Gewerbe oder durch das Bereitstellen von Arbeitsplätzen (Coworking), Lern- oder Seminarräumen ermöglichen.

Zukunftsorte werden nicht selten von städtisch geprägten Menschen initiiert und entwickelt. Seien es Rückkehrer mit Stadt-Sozialisation oder Städter, die auf’s Land ziehen. Sie bringen eine urbane Kultur mit, die Bewohnern auf dem Land oft fremd ist und Widerstand hervorruft. Beide Kulturen – die städtische und die ländliche – können jedoch voneinander profitieren, wenn sie sich zusammentun um gemeinsam etwas Neues zu entwickeln. Darum bestärken und unterstützen wir die Zukunftsorte gemeinsam mit regionalen Initiativen darin, städtische und ländliche Akteure von Beginn an in gemeinsamen Aktivitäten, Projekten und Orten zusammen zu bringen.

Unter Stadt-Land-Integration verstehen wir:

  • Eine offene, wertschätzende Haltung der Akteure und gezielten Austausch und Zusammenarbeit mit lokalen Anwohnern
  • Aufbau neuer oder zusätzlicher gewerblicher, sozialer und kulturelle Angebote vor Ort: passend, zugänglich und leistbar auch für das lokale Umfeld
  • Eröffnung neuer Offener Treffpunkte und Dritter Orte für Austausch und Lebensqualität vor Ort

Zukunftsorte entwickeln sich durch intrinsisch motivierte Menschen, die mit Kreativität und Know-How aufbauen, was sie selbst brauchen und wichtig finden: eine Dorfkneipe, Seminarräume, einen Lebensmittelladen, regionales Gemüse, Carsharing-Angebote, eine KiTa. Vor Ort initiieren und unterstützen die Akteure neben neuen Wohnformen auch gewerbliche, soziale und kulturelle Angebote, die bereits bestehende Angebote ergänzen. Voraussetzung ist, dass Macher*innen vor Ort Wohnen und sich aktiv mit Nachbarschaft, regionalen Akteuren, Strukturen und der Verwaltung vernetzen.

Das alles zu erreichen ist oft schwer, denn Lebensqualität und ein gutes Arbeitsumfeld lassen sich nicht einfach planen und herstellen.

Daher setzt sich das Netzwerk Zukunftsorte dafür ein, Wissensaustausch zwischen bestehenden Projekten zu fördern und auch in Politik und Verwaltung mit Best-Practice Beispielen neue Möglichkeiten der gemeinwohlorientierten Entwicklung zu vermitteln. Durch zahlreiche Gespräche und Beiträge setzen wir uns dafür ein, die Hindernisse und Herausforderungen zu verstehen, zu vereinfachen und so den Weg für mehr Impulsorte zu ebnen. 

Das Ziel ist die Verbindung ländlicher und urbaner Lebens- und Arbeitskultur. So entstehen Offene Orte mit neuen Lösungen für unsere herausfordernden Zeiten, die weitere Menschen inspirieren, anziehen und für ihre Region begeistern.

Wie wird man zum Zukunftsort?

 - Foto: Lena Heiß

Zukunftsort-Projekte erfüllen bei uns diverse feste und weiche Kriterien. In 2023 wählen wir einige neue Zukunftsorte im Aufbau aus, von denen wir manche individuell in ihrem Aufbauprozess begleiten. Wenn Ihr auch einen Ort aufbaut und große Ziele habt, schaut mal rein, was wir alles für Euch tun können!

Aufnahme für Zukunftsorte

Zukunftsorte sind kleine Magneten für Selbstständige, Gründer und Facharbeiter mit ihren Familien. Sie aufzubauen ist nicht einfach und benötigt kompetente Unterstützung. Dafür ist das Netzwerk Zukunftsorte da.

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Philipp Hentschel / Gründer / Netzwerk
Hof Prädikow

Was sind Kreativorte?

Digitale Orte, Coworking, Dritte Orte, Immovielien, Kreativorte, Neulandgewinner, Lernorte, Impulsorte...

In 2017 haben wir erste Projekte mit kreativen Ideen und frischen Impulsen für die ländlichen Regionen zusammengetragen. Wir nennen diese Orte Kreativorte, weil Sie sich in unterschiedlicher Weise für die Region einsetzen und oft von Menschen der Kultur- und Kreativwirtschaft betrieben werden. Ob Coworking Space, modernes Retreat-Hotel, Makerbahnhof, soziokulturelles Zentrum oder Kulturscheune. 

Kreativorte erfüllen oft nur einige unserer Kriterien, doch sie alle leisten einen wichtigen Beitrag für die ländliche Entwicklung. 

Durch ihre Vielfältigkeit erzielen sie eine sehr breite Wirkung und Ausprägung, die die lokale Lebensqualität für alle bereichert. Frischer Wind!

Ihr möchtet Euren Ort auf dem Land sichtbar machen und dazu als Fördermitglied Teil des Netzwerks werden?

Tretet gerne mit uns in Kontakt! Wenn Ihr Fördermitglied bei uns seid und Euer Ort uns entspricht, verleihen wir Euch gerne Sichtbarkeit durch ein Projektprofil auf unserer Wissensplattform.

Alle Orte - mit Profilen

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Unsere Orte

Wir haben impulsstarke Orte auf einer interaktiven Karte versammelt, die mit kreativen Ansätzen inspirieren. Auf ihren Profilen wird die gute Praxis erlebbar, hier kann man sie entdecken, von ihnen lernen und individuell nach Suchkriterien filtern.

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Weitere Fragen rund um Zukunftsorte?

Ihr interessiert Euch für unsere Orte, möchtet selbst Zukunftsort werden oder sucht Menschen für gemeinwohlorientierte Leerstandsentwicklung? Wir freuen uns sehr über Eure Nachricht!

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