Das Projekt
Das Haus des Wandels in Heinersdorf (Brandenburg) ist ein gemeinnütziger Verein, der eine ehemalige Betriebsberufsschule und Brennerei als selbstverwalteten Ort betreibt – für Wohnen, Kultur, Bildung, Werkstätten und öffentliche Begegnung mitten im Dorf Ostbrandenburgs.
Gestern und heute
Der Verein Haus des Wandels e.V. gründete sich 2017 und kaufte 2018 die leer stehende ehemalige Betriebsberufsschule mit Internat in Heinersdorf. Der Kauf war bewusst: kein privates Eigentum, sondern Gemeinschaftseigentum als Commons. 2022 wurde das Gelände um das benachbarte Grundstück der ehemaligen Brennerei erweitert. Was mit vier Menschen begann, ist auf rund 15 Personen gewachsen, die den Ort halten, gestalten und beleben.
Das Haus des Wandels ist voll in Betrieb: Veranstaltungssaal, Seminarräume, Sportraum, Kletterwand, DIY-Skateboard-Park und Umsonstschrank sind aktiv nutzbar. Ateliers und Probenräume werden von regionalen Gruppen genutzt. Die Dorfinitiativen Töpferstübchen und Dorfbibliothek haben ein Zuhause im HDW gefunden. Im Sommer läuft wochenends der Betrieb eines Kiosks.
Haus und Gelände werden schrittweise renoviert. Vorrangige Ziele sind eine modernisierte Elektrik, Heizung ohne Gas und eine Regenwasseraufbereitungsanlage für mehr Krisenresilienz und Unabhängigkeit. Fachliche Unterstützung und Erfahrungsberichte sind ausdrücklich willkommen.
Das Projekt will mit seinen Festen und Veranstaltungen ein fester Bestandteil der kulturellen Landschaft Ostbrandenburgs bleiben und regionale Entwicklung von unten mitprägen: regionale Wirtschaftskreisläufe, resiliente Infrastruktur und sanfte touristischer Entwicklung. Interregionale Verbindungen in alle Welt bilden dabei die Grundlage für Verwurzelung und bleiben zentrales Anliegen.
Eine Welt, in der alle Menschen und anderen Lebewesen frei, selbstbestimmt und verbunden leben können – ohne patriarchale, rassistische und profitorientierte Strukturen. Das Haus des Wandels will, mitten im Dorf Heinersdorf, seinen kleinen Teil dazu beitragen.
Das Projekt arbeitet lokal, eingebunden ins politische und gesellschaftliche Geschehen von Dorf und Region, und transregional. Künstlerische Werkzeuge öffnen Räume der Hoffnung und machen Alternatives erfahrbar. Ort und Vision werden gemeinsam im Gehen entwickelt, Saison für Saison.
Arbeiten
Offene Treffpunkte und Angebote
Demokratie und Sozialer Zusammenhalt
Organisationskultur und Gemeinwohlorientierung
Zukunftsfähige Regionen und Städte
Zukunftsfähige Regionen und Städte
Rund 1.000 m² Nutzfläche sind im Haus des Wandels als offene Räume gestaltet: Veranstaltungssaal, Sozialberatungsraum, Sportraum, DIY-Skateboard-Park, Kletterwand und Umsonstschrank für Kleidung. Dorfinitiativen sind bei uns zur Miete: Töpferstübchen, Dorfbibliothek. Alle Nutzungen sind nicht profitorientiert.
Öffentliche Feste wie Frühlingsmarkt, Offene Ateliers, Sommerfest, NaturKultur (Tag des offenen Denkmals), Halloween Happening – ergänzen das regelmäßige Angebot. Dazwischen finden Workshops für politische Bildung sowie Lesungen und Konzerte statt. Der Ort ist lebendig, zugänglich und Teil der kulturellen Infrastruktur Ostbrandenburgs.
Offene Treffpunkte und Angebote
Das Gelände und alle Häuser gehören dem Haus des Wandels e.V. Das Projekt versteht sich als Commons: Land und Haus sind dauerhaft in Gemeineigentum überführt und privater Spekulation entzogen. Entscheidungen werden gemeinstimmig im wöchentlichen Plenum getroffen – basisdemokratisch, konsensorientiert und undogmatisch.
Der Gruppenprozess wird regelmäßig von außen begleitet; Vision und Wirken werden gemeinsam immer wieder neu justiert. Diese Organisationskultur verbindet politischen Anspruch mit alltagstauglicher Praxis und sichert langfristig die Gemeinwohlorientierung des Projekts.
Organisationskultur und Gemeinwohlorientierung
Das Haus des Wandels ist in zahlreiche Initiativen der regionalen Entwicklung eingebunden: Mitglied in der LAG Oderland und im Vorstand vertreten, im Netzwerk Offenes LOS und im Netzwerk Weltoffenes Steinhöfel. Menschen aus dem Projekt sind in Gemeindevertretung und Regionaler Planungsgemeinschaft aktiv.Regelmäßig sind universitäre Seminare und Forschungsprojekte zu Gast; das Projekt wurde von verschiedenen Forschungsgruppen untersucht.
Wer steht hinter Haus des Wandels ?
Über die Projektgruppe
Das Haus des Wandels will ein Raum sein, in dem sich Frauen, Lesben, queere, inter*, trans*, Agender-Menschen sicherer fühlen können – offen für alle, die sich diesem Ziel verpflichtet fühlen. Die Gruppe besteht aus Menschen mit verschiedenen Herkünften und Geschichten.
Kompetenzen im Team: Fäden verknüpfen, Gestaltung, künstlerische Herangehensweisen, Journalismus, politische Bildung, Jugend- und Sozialarbeit, Mediation, Moderation, Zimmerei, Bildhauerei, Transformationsforschung sowie DIY und Handarbeit auf vielen Ebenen.
Über die Organisationsform
Das Haus des Wandels e.V. ist ein Verein, in dem alle am Ort lebenden und mitwirkenden Personen ordentliche Mitglieder sind; Fördermitglieder unterstützen das Projekt ideell und finanziell. Entscheidungen werden gemeinstimmig im wöchentlichen Plenum getroffen.
Unter dem Vereinsdach sind vielfältige gemeinnützige Projekte beheimatet: der Bildungsverein Zukunfts*archiv, die FoodCoop Konsum & Konsorten, der Sportverein Hera Skate und das Kultursyndikat DoK15518 – gebildet gemeinsam mit LandKunstLeben und Traumtänzer*in als regionaler kultureller Ankerpunkt Brandenburgs.
Ansprechpersonen
Vetter, Andrea
Mitgründerin









