Das Projekt

blu:boks BRANDENBURG ist eine gemeinnützige Kinder- und Jugendbildungsorganisation in Friedland (Brandenburg), die seit 2022 im strukturschwachen ländlichen Raum kostenfreie, künstlerisch-kulturelle Workshops für Kinder und Jugendliche anbietet – mobil per Shuttlebus und ab 2026 auf einem festen KreativCampus auf dem Schulgelände.

Gestern und heute

Vor über zwölf Jahren begann die Arbeit der blu:boks als gGmbH in Berlin. 2022 wurde der Standort Brandenburg gegründet: Auf einem Hof in Leißnitz starteten kostenfreie Workshopangebote für Kinder im strukturschwachen ländlichen Raum Brandenburgs. Um der schlechten Infrastruktur zu begegnen, wurde der „blu:liner“ eingeführt: Ein Kleinbus bringt Kinder kostenfrei zu den Workshops und wieder nach Hause. Mit Unterstützung der Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg wurde die Finanzierung für 2026–2028 gesichert. Ab 2026 entsteht ein fester Standort auf dem Gelände der Grundschule Friedland: Der KreativCampus ermöglicht witterungsunabhängige Angebote und bringt Workshopformate, Ferienangebote und Jugendclub-Arbeit zusammen
blu:boks BRANDENBURG bietet feste wöchentliche, kostenfreie Workshops an: JUGEND dienstags, KIDS mittwochs. Der „blu:liner“ bringt Kinder per Shuttlebus zu den Angeboten und wieder nach Hause. Die Angebote sind künstlerisch, kulturell und pädagogisch begleitet mit dem Ziel, Selbstwirksamkeit zu stärken. Für 2026–2028 ist die Finanzierung durch die Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg gesichert. Zusätzliche Ferienangebote (Ostern, Sommer, Herbst) in den Bereichen Musik, Tanz und Theater sind geplant.
Ziel der nächsten Jahre ist die Etablierung des KreativCampus auf dem Grundschulgelände Friedland als festen, ganzjährigen Standort für kulturelle Kinder- und Jugendarbeit. Die wöchentlichen Workshoptage KIDS und JUGEND sollen gefestigt, Ferienangebote ausgebaut und ein kulturelles Angebot für den Jugendclub vor Ort entwickelt werden. Weitere Kooperationen mit Schulen, Vereinen und kommunalen Akteuren im Raum Friedland sollen geschlossen werden. Der KreativCampus soll sich als fester Bestandteil der Kinder- und Jugendarbeit in der Region etablieren und durch die Verbindung aller Akteur*innen auf dem Gelände zu einem echten Dorfmittelpunkt werden. Dafür werden Projektverantwortliche und weitere Teammitglieder gesucht.
Kinder und Jugendliche in ihrem Selbstwert stärken, Chancengleichheit zurück in den ländlichen Raum bringen – das ist der Kern der Vision von blu:boks BRANDENBURG. Die Verbindung von Kunst und Natur ist dabei das Werkzeug: Sie schafft Erfahrungsräume, in denen Selbstwirksamkeit, soziale Verantwortung und demokratisches Miteinander erlebt werden können.
Arbeiten Offene Treffpunkte und Angebote Demokratie und Sozialer Zusammenhalt Organisationskultur und Gemeinwohlorientierung Zukunftsfähige Regionen und Städte

Zukunftsfähige Regionen und Städte

Der KreativCampus Friedland entwickelt sich zu einem offenen Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und Familien. Wöchentliche Workshops in Musik, Theater, Gestaltung und Naturerfahrung bieten verlässliche Zeiträume für kreatives Arbeiten und soziale Begegnung. Öffentliche Präsentationen, Ausstellungen und Feste öffnen den Campus bewusst nach außen und schaffen Begegnungen zwischen Generationen und sozialen Gruppen. Kinder erleben den Campus als sicheren Treffpunkt, an dem sie gesehen werden und Beziehungen aufbauen können. Eltern und Angehörige werden aktiv einbezogen – als Publikum, Unterstützende oder Mitwirkende. Die enge Kooperation mit Bibliothek, Eltern-Kind-Zentrum, Jugendclub und Vereinen trägt zum offenen Charakter des Ortes bei und fördert Synergien untereinander. So wächst der Campus schrittweise zu einem lebendigen Dorfmittelpunkt.

Offene Treffpunkte und Angebote

Durch gemeinsames künstlerisches Arbeiten erfahren Kinder und Jugendliche, dass ihre Stimme zählt und ihr Handeln Wirkung entfaltet. In den Workshops lernen sie, Entscheidungen gemeinsam zu treffen, Verantwortung zu übernehmen und Konflikte konstruktiv zu lösen. Unterschiedliche Meinungen, Hintergründe und Ausdrucksformen werden nicht nur akzeptiert, sondern als Bereicherung erlebt. Diese Erfahrungen bilden eine wichtige Grundlage für demokratisches Selbstverständnis und gesellschaftliche Teilhabe. Öffentliche Präsentationen bringen Menschen zusammen, die im Alltag selten in Kontakt treten. Das Dorf erlebt Kinder und Jugendliche als aktive Gestalter*innen – das fördert gegenseitige Anerkennung und Wertschätzung. Die Vernetzung von Schule, Vereinen, Verwaltung und Zivilgesellschaft im Campusgedanken trägt zu einer demokratischen Kultur vor Ort bei.

Demokratie und Sozialer Zusammenhalt

In einer strukturschwachen Region Brandenburgs, geprägt von demografischem Wandel, Abwanderung junger Menschen und eingeschränkter Infrastruktur, setzt der KreativCampus Friedland gezielt auf kulturelle Bildung als Motor für soziale, räumliche und gesellschaftliche Entwicklung. Die Bündelung von Schule, Hort, Jugendclub, Eltern-Kind-Zentrum, Bibliothek und weiteren Akteur*innen auf einem Campus nutzt bestehende Ressourcen effizient, schafft neue Synergien und wirkt langfristig stabilisierend auf das Gemeinwesen. Kinder und Jugendliche entwickeln durch kreative Beteiligung, Verantwortung und öffentliche Sichtbarkeit eine emotionale Bindung an ihren Lebensort – eine wichtige Voraussetzung dafür, dass junge Menschen Perspektiven im ländlichen Raum erkennen und langfristig bleiben. Der KreativCampus Friedland soll als Modell für andere ländliche Regionen sichtbar werden.

Wer steht hinter Blu:Boks ?

Über die Projektgruppe

Das Team von blu:boks BRANDENBURG besteht aus einer Leitung, einer Bürokraft und rund 10–15 Honorarkräften: Workshopleitungen und Pädagogische Fachkräfte, die wöchentlich oder bei Events eingesetzt werden. Drei feste Ehrenamtliche unterstützen regelmäßig, teilweise wöchentlich. Dazu kommen viele Unterstützer*innen aus dem lokalen Umfeld.

Über die Organisationsform

blu:boks BRANDENBURG ist als Standort der blu:boks Kinder- und Jugendbildung gGmbH organisiert, mit Geschäftsführung in Berlin und eigenen Standorten in Brandenburg und Hannover. Die Leitung agiert eigenverantwortlich, berichtet aber an die Geschäftsführung. Die gGmbH-Struktur sichert die Gemeinnützigkeit und ermöglicht den Zugang zu öffentlichen Fördermitteln.

Ansprechpersonen

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Franziska Jilge

Leitung Elternzeitvertretung

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Lena Mietchen

Leitung