Zukunftsfähige Regionen und Städte
Der KreativCampus Friedland entwickelt sich zu einem offenen Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und Familien. Wöchentliche Workshops in Musik, Theater, Gestaltung und Naturerfahrung bieten verlässliche Zeiträume für kreatives Arbeiten und soziale Begegnung. Öffentliche Präsentationen, Ausstellungen und Feste öffnen den Campus bewusst nach außen und schaffen Begegnungen zwischen Generationen und sozialen Gruppen.
Kinder erleben den Campus als sicheren Treffpunkt, an dem sie gesehen werden und Beziehungen aufbauen können. Eltern und Angehörige werden aktiv einbezogen – als Publikum, Unterstützende oder Mitwirkende. Die enge Kooperation mit Bibliothek, Eltern-Kind-Zentrum, Jugendclub und Vereinen trägt zum offenen Charakter des Ortes bei und fördert Synergien untereinander. So wächst der Campus schrittweise zu einem lebendigen Dorfmittelpunkt.
Offene Treffpunkte und Angebote
Durch gemeinsames künstlerisches Arbeiten erfahren Kinder und Jugendliche, dass ihre Stimme zählt und ihr Handeln Wirkung entfaltet. In den Workshops lernen sie, Entscheidungen gemeinsam zu treffen, Verantwortung zu übernehmen und Konflikte konstruktiv zu lösen. Unterschiedliche Meinungen, Hintergründe und Ausdrucksformen werden nicht nur akzeptiert, sondern als Bereicherung erlebt. Diese Erfahrungen bilden eine wichtige Grundlage für demokratisches Selbstverständnis und gesellschaftliche Teilhabe.
Öffentliche Präsentationen bringen Menschen zusammen, die im Alltag selten in Kontakt treten. Das Dorf erlebt Kinder und Jugendliche als aktive Gestalter*innen – das fördert gegenseitige Anerkennung und Wertschätzung. Die Vernetzung von Schule, Vereinen, Verwaltung und Zivilgesellschaft im Campusgedanken trägt zu einer demokratischen Kultur vor Ort bei.
Demokratie und Sozialer Zusammenhalt
In einer strukturschwachen Region Brandenburgs, geprägt von demografischem Wandel, Abwanderung junger Menschen und eingeschränkter Infrastruktur, setzt der KreativCampus Friedland gezielt auf kulturelle Bildung als Motor für soziale, räumliche und gesellschaftliche Entwicklung. Die Bündelung von Schule, Hort, Jugendclub, Eltern-Kind-Zentrum, Bibliothek und weiteren Akteur*innen auf einem Campus nutzt bestehende Ressourcen effizient, schafft neue Synergien und wirkt langfristig stabilisierend auf das Gemeinwesen. Kinder und Jugendliche entwickeln durch kreative Beteiligung, Verantwortung und öffentliche Sichtbarkeit eine emotionale Bindung an ihren Lebensort – eine wichtige Voraussetzung dafür, dass junge Menschen Perspektiven im ländlichen Raum erkennen und langfristig bleiben. Der KreativCampus Friedland soll als Modell für andere ländliche Regionen sichtbar werden.