Das Projekt

Die Villa Digitalkultur in Forst (Lausitz) ist ein Coworking-Space, Makerspace und Kulturort in einem denkmalgeschützten ehemaligen Pfarr- und Konfirmandenhaus – seit 2023 ein offener Ort für digitale Kompetenz, kreative Begegnung und gemeinschaftliche Formate in der strukturschwachen Lausitz.

Gestern und heute

Den Anstoß gab die Förderung „Digitale Orte Brandenburg“: Acht Menschen, die bereits an digitalen und kulturellen Projekten zusammengearbeitet hatten, wagten damals den Schritt und mieten seit Mitte Februar 2023 ein ehemaliges Pfarr- und Konfirmandenhaus der evangelischen Kirche in zentraler Lage von Forst (Lausitz). Schrittweise wurden Coworking, Kulturetage, Seminarraum und Makerspace eingerichtet und erste Formate erprobt. Parallel gründete sich ein gemeinnütziger Verein, der den wachsenden Kreis der Engagierten strukturiert und kulturelle wie soziale Projekte ermöglicht.
Coworking, Kulturetage, Seminarraum und Makerspace sind eingerichtet und in Betrieb. Erste Coworker*innen arbeiten regelmäßig vor Ort. Etablierte Formate umfassen Näh-Café, Digital-Sprechstunde, Frauenstammtisch und Repair-Café; Veranstaltungen wie Kleidertauschpartys und Konzerte finden statt. Weitere Bildungsangebote sind in Planung. Die Vermietung der Räume an externe Gruppen sowie der Ausbau des leer stehenden Seitenflügels (ehemalige Pfarrerwohnungen) stehen noch aus.
Das zentrale Entwicklungsziel ist die Aktivierung: Mehr Menschen sollen die Räumlichkeiten der Villa Digitalkultur für sich und andere nutzen und eigenständig neue Formate initiieren. Die vorhandenen Kapazitäten – Kulturetage, Seminarraum, Makerspace – sind bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Parallel soll das Bildungsangebot ausgebaut und die Vermietung der Räume an externe Gruppen etabliert werden. Perspektivisch könnte ein Coliving- oder Probewohnkonzept im Seitenflügel entstehen.
Die Vision ist ein Ort der Gemeinschaft für Rückkehrende, Zuziehenden und Einheimischem in Forst (Lausitz). Als Bildungs- und Erholungsort soll Städter*innen die Gelassenheit der Lausitz näher bringen. Seit 2023 wurden Coworking, Kulturangebot, Workshops und Makerspace pilotiert. Einige Formate wie der Frauenstammtisch und das Repair-Café sind bereits etabliert. Perspektivisch könnte ein Coliving- oder Probewohnkonzept in einem der leer stehenden Seitenflügel entstehen.
Arbeiten Offene Treffpunkte und Angebote Demokratie und Sozialer Zusammenhalt Organisationskultur und Gemeinwohlorientierung Zukunftsfähige Regionen und Städte

Arbeiten

Mit Coworking-Plätzen, Makerspace und Seminarraum bietet die Villa Digitalkultur flexible Arbeitsmöglichkeiten für Selbständige, Kreative und ortsunabhängig Arbeitende in der Lausitz. Das Projekt macht es möglich, professionell im ländlichen Raum zu arbeiten – ohne den Weg in die Großstadt antreten zu müssen.

Offene Treffpunkte und Angebote

Die Villa Digitalkultur entwickelt sich zu einem offenen Treffpunkt im Herzen von Forst. Formate wie das Repair-Café, das Näh-Café, die Digital-Sprechstunde und der Frauenstammtisch haben sich etabliert und bringen regelmäßig Menschen zusammen. Der Tag der offenen Tür, Kleidertauschpartys und Konzerte öffnen den Ort darüber hinaus für die Stadtgesellschaft. Ziel ist es, möglichst viele Menschen zum eigenständigen Organisieren neuer Formate zu aktivieren. Das Projekt versteht sich als offene Plattform, die Menschen einlädt, die Räume für sich und andere zu nutzen.

Organisationskultur und Gemeinwohlorientierung

Die Villa Digitalkultur ist getragen von einer Organisationskultur, die Gemeinwohlorientierung mit unternehmerischer Handlungsfähigkeit verbindet. Ein gemeinnütziger Verein für kulturelle und soziale Formate, ergänzt durch das von einer GmbH betriebene Coworking. Diese Trennung sichert Transparenz und ermöglicht unterschiedliche Förder- und Finanzierungswege. Entscheidungen über kulturelle und gemeinnützige Angebote werden regelmäßig auf Vereinssitzungen getroffen – unter Einbeziehung eines wachsenden Kreises von Mitgliedern mit unterschiedlichsten Kompetenzen. Das Projekt ist ein lernendes System, das sich gemeinsam mit der Community weiterentwickelt.

Wer steht hinter Villa Digitalkultur ?

Über die Projektgruppe

Die Villa Digitalkultur wurde von acht Personen gegründet, die das Konzept gemeinsam entwickelt haben. Zwei Gründer*innen übernahmen mit ihren Unternehmen die Anmietung und wurden für zwei Jahre als hauptamtliche Kümmer*innen angestellt; ihre Kernkompetenzen liegen in IT, Organisationsentwicklung und Netzwerkarbeit. Mittlerweile bildet ein gemeinnütziger Verein den Rahmen für die ursprüngliche Gruppe und neu gewonnene Mitglieder. Das Team vereint Menschen mit unterschiedlichsten Kompetenzen – eine Grundlage, die das Projekt befähigt, vielfältige Formate zu entwickeln und umzusetzen.

Über die Organisationsform

Die Villa Digitalkultur arbeitet mit zwei ergänzenden Strukturen: Die GmbH betreibt das Coworking-Angebot wirtschaftlich, der gemeinnützige Verein verantwortet kulturelle und gemeinützige Formate. Entscheidungen über Vereinsthemen werden auf regelmäßigen Sitzungen – im Abstand von etwa anderthalb Monaten – gemeinsam getroffen. Die Offenheit des Projekts für neue Mitglieder und Formate ist strukturell verankert.

Ansprechpersonen

Sebastian Kürten

Mitgründer

Maria Thurm

Organisatorin Frauenstammtisch