Das Projekt
Das PFHAU in Greiffenberg (Uckermark) belegt, wie gemeinschaftliches Wohnen, Kultur und offene Treffpunkte aus einem brachliegenden Pfarrhof entstehen können: als eingetragene Genossenschaft mit Erbbaurecht, auf 7.500 m² im Ortskern – ein lernender Ort für viele.
Gestern und heute
Gestartet wurde das Projekt von fünf Menschen, die im Sommer 2021 den Schritt gewagt und gemeinsam die PFHAU eG gegründet haben. Die Genossenschaft hat die Häuser gekauft und pachtet das Grundstück für 99 Jahre mittels Erbbaurecht von der evangelischen Kirche. Seitdem ist das PFHAU um ein Kollektiv von 35 Personen gewachsen und schafft gemeinsam mit Menschen aus der Region offene Angebote für viele weitere Menschen. Auch in Zukunft soll das PFHAU ein Projekt von Vielen für Viele sein.
Neben Wohnraum ist ein Gästehaus für Seminare und Residenzen, Orte zum Arbeiten, sowie Werkstätten für Holz, Keramik und weiteres Handwerk entstanden. Die große Scheune bietet Platz für Bewegungsformate, Kulturprogramm, eine professionelle Küche und Raum für Begegnungen. Der brachliegende Garten wurde nach und nach zu einer blühenden Landschaft mit Wildblumen, Gemüsegarten und Streuobstwiese.
Gemeinsam wird auf dem ehemaligen Pfarrhof ein produktives Umfeld geschaffen, an dem Menschen ihre Projekte voranbringen und neue Ideen entwickeln können. Einen Ort, der urbane Ansätze aufs Land bringt und zugleich kritischer Spiegel für die Stadt ist. Der Pfarrhof war seit jeher ein halb-öffentlicher Ort. Daher sollen von hier aus weiterhin Impulse in die Ortsgemeinschaft und die Region ausgehen. Beispielhaft ist der Backtreff, bei dem monatlich Alt- und Neugreiffenberger*innen um den Holzofen zusammenkommen, gemeinsam Brot backen und sich im Anschluss bei einer Brotzeit in der Scheune austauschen.
Das PFHAU will als offene Plattform wachsen. Es soll weiterhin eine Infrastrukturen geschaffen werden, die Menschen mit ihren Ideen und Engagement füllen können.
2026 stehen die Offenen Werkstätten & Ateliers an: zwei Garagen werden zu handwerklichen und künstlerischen Gemeinschaftsräumen, ehrenamtlich betrieben, zugänglich für die gesamte Nachbarschaft. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Akteuren wie dem VERN e.V., kultivar und UMBio sowie mit der evangelischen Kirche zu neuen Ansätzen gemeinwohlorientierter Grundstücksnutzung führen.
Das PFHAU ist ein Ort für gemeinschaftliche Wohn- und Arbeitsformen in der Uckermark. Wohnen, Gästehaus, Seminarbetrieb, sowie Kulturangebote werden mit Kulinarik und Handwerk verbunden. Im PFHAU entsteht ein offener Raum für Feste, Austausch und Begegnungen zwischen Menschen mit verschiedenen Hintergründen und Ideen.
Durch das Zusammenspiel der PFHAU eG und eines Freundes-Kollektivs wird der ehemalige Pfarrhof in Greiffenberg mit den beiden Häusern, der Scheune und dem 7.500 m2 großen Garten wieder mit Leben gefüllt und das Grundstück langfristig gegen Immobilienspekulation abgesichert.
Offene Treffpunkte und Angebote
Demokratie und Sozialer Zusammenhalt
Organisationskultur und Gemeinwohlorientierung
Zukunftsfähige Regionen und Städte
Wohnen
Zukunftsfähige Regionen und Städte
Das PFHAU schafft niedrigschwellige, offene Treffpunkte für den sozialen Alltag in Greiffenberg. Herzstück ist der monatliche Backtreff: Menschen aus der Region feuern den historischen Lehmbackofen an, backen Brot und lassen den Abend gemeinsam ausklingen. Daraus entstanden weitere Angebote: die KüfA lädt zu offenen Nachbarschaftsessen ein, monatlich wird Scheunenbrot gegen Spende gebacken. Einmal jährlich organisiert das PFHAU die Lange Tafel auf dem Dorfplatz – ein großes gemeinschaftliches Buffet, das den Ortskern belebt. Mit geplanten Offenen Werkstätten in zwei ausgebauten Garagen entstehen ehrenamtlich betriebene Räume für handwerkliches und künstlerisches Arbeiten. In der Scheune gibt es einen Proberaum für Musiker*innen. Alle Angebote folgen dem gleichen Prinzip: niedrigschwelliger Zugang, gemeinsames Tun und solidarische Nutzung – als lebendiger „Dritter Ort" im Dorf.
Offene Treffpunkte und Angebote
Das PFHAU ist strukturell gegen Spekulation gebaut: Das Grundstück gehört der evangelischen Kirche und ist durch Erbbaurecht dem Markt entzogen. Die Genossenschaft verwaltet die Gebäude; Mitgliedsanteile werden nicht verzinst, Wertsteigerungen nicht ausgeschüttet. Was erwirtschaftet wird, fließt zurück in Gebäudeerhalt, Programm und Infrastruktur. Nutzungsentgelte sind kostendeckend kalkuliert, nicht renditegetrieben – damit bleibt der Ort für verschiedene Einkommensgruppen zugänglich.
Den Betrieb trägt ein Kollektiv von rund 35 Personen, größtenteils ehrenamtlich. Entscheidungen zu Nutzung, Ausbau und Mitteln werden transparent und gemeinschaftlich getroffen. Das PFHAU zeigt, wie ein gemeinwohlorientiertes Modell in der Praxis aussieht: nicht renditegetrieben, soziale, kulturelle und demokratische Werte fördernd, gemeinschaftlich getragen und solidarisch und nachhaltig weiterentwickelt.
Organisationskultur und Gemeinwohlorientierung
Das PFHAU stärkt die Regionalentwicklung, indem es ein zentrales Gebäudeensemble im Ortskern Greiffenbergs reaktiviert und zu einem gemeinwohlorientierten sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Ankerpunkt entwickelt. Es sichert den Ort langfristig, belebt das Zentrum, treibt die Innenentwicklung voran und verbindet Wohnen, Kultur, Begegnung und Arbeit.
Offene Angebote fördern die soziale Vernetzung und Resilienz. Die Räumlichkeiten schaffen sowohl Platz für handwerkliche, kulturelle und bildungsorientierte Angebote, als auch für generationenübergreifendes Arbeiten, lokale Wertschöpfung und Kooperationen.
Das PFHAU fördert eine zukunftsfähige, solidarische Regionalentwicklung, die auf lokaler Identität, gemeinschaftlicher Gestaltungskraft und nachhaltiger Nutzung vorhandener Potenziale beruht.
Wer steht hinter PFHAU ?
Über die Projektgruppe
Die Projektgruppe vereint in sich wichtige Fähigkeiten des ‘place-makings’: Raumplanung, Genossenschaftswissen, Außenkommunikation, Gestaltung, Gruppenmoderation, Handwerk.
Über die Organisationsform
Das PFHAU operiert über zwei Strukturen: Die PFHAU eG als Genossenschaft hält die Gebäude und sichert den Ort langfristig gegen Spekulation; der gemeinnützige PFHAU Greiffenberg e.V. trägt ehrenamtliche Formate und öffentliches Programm. Entscheidungen werden gemeinsam beraten und beschlossen nach Konsent-Prinzip.
Ansprechpersonen
Leona Lynen
Vorständin
Edouard Barthen
Vorstand











