Zukunftsfähige Regionen und Städte
Das PFHAU schafft niedrigschwellige, offene Treffpunkte für den sozialen Alltag in Greiffenberg. Herzstück ist der monatliche Backtreff: Menschen aus der Region feuern den historischen Lehmbackofen an, backen Brot und lassen den Abend gemeinsam ausklingen. Daraus entstanden weitere Angebote: die KüfA lädt zu offenen Nachbarschaftsessen ein, monatlich wird Scheunenbrot gegen Spende gebacken. Einmal jährlich organisiert das PFHAU die Lange Tafel auf dem Dorfplatz – ein großes gemeinschaftliches Buffet, das den Ortskern belebt. Mit geplanten Offenen Werkstätten in zwei ausgebauten Garagen entstehen ehrenamtlich betriebene Räume für handwerkliches und künstlerisches Arbeiten. In der Scheune gibt es einen Proberaum für Musiker*innen. Alle Angebote folgen dem gleichen Prinzip: niedrigschwelliger Zugang, gemeinsames Tun und solidarische Nutzung – als lebendiger „Dritter Ort" im Dorf.
Offene Treffpunkte und Angebote
Das PFHAU ist strukturell gegen Spekulation gebaut: Das Grundstück gehört der evangelischen Kirche und ist durch Erbbaurecht dem Markt entzogen. Die Genossenschaft verwaltet die Gebäude; Mitgliedsanteile werden nicht verzinst, Wertsteigerungen nicht ausgeschüttet. Was erwirtschaftet wird, fließt zurück in Gebäudeerhalt, Programm und Infrastruktur. Nutzungsentgelte sind kostendeckend kalkuliert, nicht renditegetrieben – damit bleibt der Ort für verschiedene Einkommensgruppen zugänglich.
Den Betrieb trägt ein Kollektiv von rund 35 Personen, größtenteils ehrenamtlich. Entscheidungen zu Nutzung, Ausbau und Mitteln werden transparent und gemeinschaftlich getroffen. Das PFHAU zeigt, wie ein gemeinwohlorientiertes Modell in der Praxis aussieht: nicht renditegetrieben, soziale, kulturelle und demokratische Werte fördernd, gemeinschaftlich getragen und solidarisch und nachhaltig weiterentwickelt.
Organisationskultur und Gemeinwohlorientierung
Das PFHAU stärkt die Regionalentwicklung, indem es ein zentrales Gebäudeensemble im Ortskern Greiffenbergs reaktiviert und zu einem gemeinwohlorientierten sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Ankerpunkt entwickelt. Es sichert den Ort langfristig, belebt das Zentrum, treibt die Innenentwicklung voran und verbindet Wohnen, Kultur, Begegnung und Arbeit.
Offene Angebote fördern die soziale Vernetzung und Resilienz. Die Räumlichkeiten schaffen sowohl Platz für handwerkliche, kulturelle und bildungsorientierte Angebote, als auch für generationenübergreifendes Arbeiten, lokale Wertschöpfung und Kooperationen.
Das PFHAU fördert eine zukunftsfähige, solidarische Regionalentwicklung, die auf lokaler Identität, gemeinschaftlicher Gestaltungskraft und nachhaltiger Nutzung vorhandener Potenziale beruht.