Das Projekt

Das Gutshaus Altfriedland (Brandenburg) wird zum modernen Seminarhaus und Begegnungsort: Ein denkmalgeschütztes Kulturgut, gerettet vor dem Verfall, neu belebt für Bildung, Kultur und gemeinschaftliches Arbeiten.

Gestern und heute

Seit 1992 stand das denkmalgeschützte Ensemble leer, verfiel langsam und drohte, unwiederbringlich verloren zu gehen. Das änderte sich 2021, als die gemeinnützige Gutshaus der Zukunft Altfriedland gGmbH gegründet wurde. Ihr Ziel: das Gebäude zu retten, zu sanieren und mit zeitgemäßer Nutzung zu füllen. Zusammen mit einem erfahrenen Architektenteam und den zuständigen Denkmalbehörden entstand ein Konzept zur stufenweisen Hüllensanierung. Parallel zur Sanierung wuchs das inhaltliche Programm: Mit dem Format "Gutshaus der Demokratie"gelang es dem Projekt, bundesweite Aufmerksamkeit zu gewinnen. Workshops mit Jugendlichen, Ausstellungen zu internationalen Demokratiebewegungen und die Partnerschaft mit der Landeszentrale für politische Bildung haben Altfriedland auf die Landkarte der Orte gesetzt, an denen demokratische Kultur lebt. Heute ist das Gutshaus kein Verfallsobjekt mehr – es ist ein Ort im Aufbruch.
Die ersten beiden Bauabschnitte konnten dank einer LEADER-Förderung und der Unterstützung des MWFK erfolgreich abgeschlossen werden. Zudem liegt ein energetischer Sanierungsfahrplan für die Innenräume vor. Aktuell werden zahlreiche Förderanträge gestellt, um die dringend notwendige Sanierung des alten Amtshauses zu realisieren. Parallel wird das Netzwerk weiter optimiert, um den Aufbau und die Umsetzung des künftigen inhaltlichen Angebots gezielt voranzubringen.
In den kommenden zwei Jahren soll die Hüllensanierung des gesamten Gutshausensembles abgeschlossen und mit der energetischen Sanierung der Innenräume begonnen werden. Ziel ist es, ab 2028 /2029 das Seminarzentrum zu eröffnen – einen Ort, an dem Unternehmen und Organisationen auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Bildungsprogramme im Bereich werteorientierter Führung und nachhaltiger Entwicklung wahrnehmen können. Parallel wird die gemeinwohlorientierte Arbeit in Kultur und Bildung fortgesetzt. Unterstützung wird insbesondere bei der Verzahnung gemeinnütziger und gewerblicher Fragestellungen sowie beim weiteren Aufbau eines engagierten Teams aus Haupt- und Ehrenamtlichen benötigt.
Das Projekt rettet ein einzigartiges Kulturdenkmal und entwickelt es zu einem modernen Seminarhaus, in dem Unternehmen ihre Mitarbeiter*innen in werteorientierter und nachhaltiger Führung weiterbilden können. Ergänzend entstehen inspirierende Coworking- und Workation-Angebote, die Raum für Kreativität, Austausch und Erholung bieten. Zugleich werden gemeinwohlorientierte Programme in Kultur, Bildung und sozialem Engagement gestaltet, die das historische Erbe mit neuem Leben füllen und die Menschen vor Ort aktiv einbinden.
Arbeiten Offene Treffpunkte und Angebote Klimaschutz Demokratie und Sozialer Zusammenhalt Zukunftsfähige Regionen und Städte

Arbeiten

Das Gutshaus Altfriedland möchte in Kooperation mit Coworkland eine Arbeitsinfrastruktur für Fachkräfte, Selbstständige und Unternehmen etablieren. Das Angebot umfasst Coworking-Arbeitsplätze und Workation-Optionen. Da das Hauptgebäude noch saniert wird, soll 2027 ein Pilotprojekt mit einer modularen Container- oder Pavillonlösung im Außenbereich gestartet werden, um erste Nutzergruppen zu erschließen. Im Kellergeschoss des Gutshauses werden zukünftig Kreativwerkstätten eingerichtet, die speziell auf Handwerk, Kunst und Prototyping ausgerichtet sind. Das Projekt zielt darauf ab, die mangelnde Infrastruktur im ländlichen Raum zu beheben und regionale Wertschöpfung zu fördern. Durch die Verbindung von Büroarbeitsplätzen und Werkstätten entsteht ein funktionales Umfeld für Austausch und Produktion, das lokales Arbeiten ohne weite Pendelwege ermöglicht.

Zukunftsfähige Regionen und Städte

Unter dem Titel "Gutshaus der Demokratie" – mit Schirmherrschaft von Simona Koß, ehemals MdB – ist in Altfriedland ein Format entstanden, das demokratische Bildung in den ländlichen Raum bringt. Der "Wahl-O-Mat zum Aufkleben" entstand in Kooperation mit dem Landesjugendring Brandenburg. Workshops der Radikalen Töchter und Apropolis arbeiteten mit Jugendlichen am Johanniter-Gymnasium Wriezen. Ausstellungen zu demokratischen Bewegungen in Belarus und zur kulturellen Identität in der Ukraine öffneten internationale Perspektiven für ein lokales Publikum. Die enge Partnerschaft mit der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung schlägt sich in gemeinsamen Formaten nieder, darunter eine interaktive Ausstellung zum Grundgesetz. Geplant ist außerdem, Unternehmen im Bereich "Corporate Political Responsibility" zu begleiten – bei der Entwicklung demokratischer Unternehmenskulturen.

Demokratie und Sozialer Zusammenhalt

Das Gutshaus Altfriedland versteht sich als Ankerpunkt eines wachsenden regionalen Netzwerks. Die Zusammenarbeit mit der LAG Märkische Seen, dem Netzwerk Zukunftsorte, Zukunftswege Ost und dem MWFK ermöglicht es, Projekte ganzheitlich zu denken. Der Dorfdialog, den das Projekt gemeinsam mit dem Ortsvorsteher und lokalen Vereinen gestaltet, soll in ein integriertes Dorfentwicklungskonzept münden. Konkrete Ziele: bezahlbarer Wohnraum, Bildungsangebote, neue Arbeitsplätze. Das Gutshaus ist dabei kein Impulsgeber von außen, sondern Teil des Ortes – das macht den Unterschied. Altfriedland wird so zu einem Modell dafür, wie ein einzelnes historisches Gebäude soziale, ökologische und wirtschaftliche Erneuerung einer ganzen Dorfstruktur anstoßen kann.

Wer steht hinter Gutshaus der Zukunft Altfriedland gGmbH ?

Über die Projektgruppe

Die Projektgruppe ist interdisziplinär aufgestellt und vereint vielfältige Kompetenzen: von Stiftungsmanagement, Gemeinnützigkeits- und Gesellschaftsrecht über Finanzen, Projektmanagement und Entrepreneurship bis hin zu strategischer Kommunikation, Fundraising und Architektur. Dieses breite Spektrum an Fachwissen ermöglicht es, die komplexen Anforderungen des Vorhabens ganzheitlich zu planen, strategisch umzusetzen und langfristig erfolgreich zu gestalten.

Über die Organisationsform

Das Projekt ist als gemeinnützige GmbH organisiert. Strategische und finanzielle Entscheidungen werden in der Gesellschafterversammlung getroffen; im operativen Alltag arbeitet die Gruppe mit flachen Hierarchien und einem starken Konsensanspruch. Klare Verantwortlichkeiten sind definiert, aber die Zusammenarbeit ist kooperativ geprägt.

Ansprechpersonen

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Christian von Oppen

Gründer & Geschäftsführer

Helmut Schubert

Ehrenamt