Zukunftsfähige Regionen und Städte
Das E-WERK Luckenwalde ist ein weltweit einzigartiges Reallabor für die ökologische Transformation des Kulturbetriebs. Durch die Umwandlung eines ehemaligen Braunkohlekraftwerks in ein CO2-negatives Biomasse-Heizkraftwerk produziert es regenerative Energie für Gebäude und öffentliches Netz – als erstes Kunstzentrum, das aktiv als Energieerzeuger fungiert.
Das gelebte Prinzip der „Progressiven Entschleunigung" setzt auf langfristige Projekte und konsequente Kreislaufwirtschaft statt ressourcenintensiver Produktionszyklen. Die kuratorische Praxis setzt darauf Werke mit einem Netto-Null-Fußabdruck zu schaffen.
Eine Zero-Flight-Policy, ein holzgasbetriebener Shuttle, eine Zero-Waste-Küche mit eigenem Garten, sowie künstlerische interventionen zu nachhaltiger Mobilität ergänzen das Konzept. Nachhaltigkeit wird nicht als Verzicht, sondern als kreative Chance kommuniziert.
Demokratie und Sozialer Zusammenhalt
Das E-WERK ist ein Pionierprojekt für die Wiederbelebung ländlich geprägter Industrieregionen. Aus einer Industriebrache wurde ein Motor für Stadtentwicklung, der ökologische Innovation mit kultureller Strahlkraft verbindet und Luckenwalde als Standort für zukunftsweisende Ideen positioniert.
Perspektivisch entsteht ein 'Kunststrom-Kreativ-Campus', der angrenzende Areale – darunter das denkmalgeschützte Bauhaus-Stadtbad – zu 100 % mit eigenem Kunststrom versorgt und Raum für Forschung, Bildung und Produktion schafft. Das E-WERK beliefert bereits Kunden in ganz Deutschland mit Ökostrom, kooperiert mit regionalen Handwerksbetrieben und fungiert als Brücke zwischen der Metropolregion Berlin und dem Land Brandenburg. Sanfter Tourismus und Nahverkehrsanbindung machen den ländlichen Raum erreichbar ohne ökologische Zusatzbelastung.