Das Projekt

Hof Starbach35 in Nossen (Sachsen) ist mehr als ein Kulturort: Drei Vereine haben hier zusammengefunden, um einen leerstehenden Vierseithof zu einem multifunktionalen Ort für Wohnen, Begegnung, Bildung und Gemeinschaft zu machen – mit Permakultur, Dorfladen, Seminarräumen und einem breiten Veranstaltungsprogramm.

Gestern und heute

Am Anfang gab es drei Vereine, akuten Platzmangel, fehlende Seminar-/Veranstaltungsflächen für Yoga, kulturelle Bildung. Der Vierseitenhof in Starbach bot sich an: Seit 1990 als Hof wenig saniert, keine neuwertige Küche, wenig Heizung, marode Fenster, aber viel Raum. 7 Frauen bilden den Kern der Gründungsgruppe: Ärztin, Architektin, Sprachlehrerin, Yogalehrerin, Ayurvedatherapeutin, Heilpraktikerin, Musiktherapeutin und weitere Engagierte aus dem Umfeld. Alle brachten konkrete Kompetenzen und ihre eigenen Netzwerke mit. Was fehlte, erarbeitete man sich gemeinsam: Förderanträge schreiben, Vereinssatzungen formulieren, Lehm verputzen. Schritt für Schritt wurde der Hof bespielbar, einladend. Erste Kurse fanden statt, Konzerte, Workshops. Starbach35 wurde als Name geprägt: Hof, Adresse und Programm in einem. Heute ist der Verein in der Gemeinde Nossen bekannt; Kooperationen mit lokalen Schulen und Vereinen sind entstanden, erste Fördergelder wurden eingeworben, und die Website wurde 2025 grundlegend überarbeitet. Der Hof ist auf dem Weg, aber noch lange nicht am Ziel.
Das Wichtigste steht: Elektrik, Sanitäranlagen und Küche sind in Betrieb. Wöchentliche Bewegungskurse, jede zweite Woche Kinoabende und mindestens fünf Workshopformate pro Jahr sind zum festen Programm geworden. Die Lounge35 ist im Winter ein warmer Anlaufpunkt. Der EinRaum35 funktioniert als Abholort regionaler alltäglicher Waren für einen Tag pro Woche. Social-Media-Kanäle sind aktiv, die Website wurde 2025 überarbeitet. Gleichzeitig ist vieles noch provisorisch: Schlafmöglichkeiten sind nicht fertig ausgebaut. Das Angebot für Koch- und Backkurse läuft sporadisch. Die wirtschaftliche Basis des Vereins ruht zu einem großen Teil auf Projektförderungen, die befristet sind und privater Unterstützung. Die Gruppe arbeitet daran, beides zu ändern, durch weitere Sanierungsschritte und durch den Aufbau eines dauerhaft sich selbst tragenden Kursprogramms.
Die Gruppe hat ihre persönliche Entwicklung vorangebracht und sich nach ihren Fähigkeiten weitergebildet, um sich aktiv für ein funktionierendes Dorfleben einzubringen. In den letzten zwei Jahren wurden bereits wesentliche Visionspunkte verwirklicht, darunter die Anlage einer großen Obstbaumwiese mit einem Rückhaltebecken für Regenwasser sowie des Heizsystems für alle genutzten Bereiche. Ein jährliches Film- und Fotofestival wurde etabliert, und es finden bereits 30 Kinovorstellungen pro Jahr in gemütlichen Kinosesseln statt. Der Blumengarten blüht üppig, und es gibt erste Unterstützung beim Erhalt des Permakulturgartens. Künftig sollen Angebote so angepasst werden, dass sie Menschen allen Alters ansprechen um noch besser auf Bedürfnisse einzugehen. Um die bisherige ehrenamtliche Arbeit in eine motivierte, kompetente Vollzeitstelle zu überführen, dadurch effizienter zu arbeiten, wird weiterhin personelle und finanzielle Unterstützung gesucht. Hierfür werden gezielt Fördermittelprogramme benötigt, die auf die Zielgruppen und die bauliche Situation ausgerichtet sind.
Starbach 35 ist ein Kulturort und Treffpunkt für tolerante, solidarische Menschen, die ein Leben in Freiheit und Demokratie unterstützen. Das Angebot umfasst ein Kino, Seminarräume, einen Kneippweg und eine Sauna sowie Möglichkeiten für Yoga und Meditation. Zudem verfügt der Standort über einen Dorfladen, einen Naturteich, eine Streuobstwiese und einen Bauerngarten in Permakultur. Ein gemütlicher Innenhof sowie behindertengerechte Nutzräume inklusive Sanitäranlagen ergänzen die Infrastruktur. Regelmäßig finden Hoffeste, Kurse, Workshops, Lesungen, Konzerte und Festivals statt. In der Landküche werden Back- und Kochkurse angeboten, während das Landcafé und verschiedene Freiräume Platz für alle Generationen bieten. Mit Elementen wie einem Pizzaofen, Picknickplätzen und Bänken unter großen Bäumen wird ein Ort der Begegnung etabliert, der sowohl für die lokale Gemeinde als auch überregional als beliebter Anziehungspunkt fungiert.
Offene Treffpunkte und Angebote Klimaschutz Demokratie und Sozialer Zusammenhalt Zukunftsfähige Regionen und Städte Arbeiten

Zukunftsfähige Regionen und Städte

Starbach35 ist öffentlich zugänglich, für Vereine, Unternehmen und Privatpersonen. Der Innenhof, der SeminarRaum unter der Weide, Weideiglus für Klausurtage, das Schachfeld und die Streuobstwiese sind frei nutzbar. Im Innenraum finden wöchentliche Yoga-Kurse und Kochworkshops, Meditationsseminare, Konzerte und die offene Schreibwerkstatt statt. Die Lounge35 mit Blick in den Garten lädt auch in der kalten Jahreszeit ein. Für Kinder gibt es ebenso Formate wie für Senior*innen, von Eltern-Kind-Angeboten bis zu Techniksprechstunden für ältere Generationen. Diese Durchmischung ist kein Zufall, sondern Programm: Starbach35 versteht sich als Treffpunkt für alle.

Offene Treffpunkte und Angebote

Workshops, Gesprächsrunden und Gleichgewichtskurse, Angebote für Kinder, Senior*innen, Alleinstehende oder Familien tragen zum Zusammenhalt bei. Die Menschen begegnen sich an einem gemütlichen, neutralen, engagierten Ort. Es gibt Austausch, Hilfe zur Selbsthilfe, Kommunikation, Verständnis und Offenheit. Alles beginnt mit dem freundlichen Wort, der Möglichkeit sich selbst zu erklären und dem Wunsch, den anderen zu verstehen. Respekt, Vertrauen und Gemeinschaft entstehen dadurch. Auch die Vereinsarbeit in einer demokratischen Struktur zeigen Möglichkeiten des Zusammenhalts und Verständnisses. Z.B Projekte wie PoetrySlam oder Schreibwerkstatt im Advent bieten die Gelegenheit, sich auszudrücken und unter Anleitung erfahrener Autor*innen einen Dreizeiler, Gedicht, Geschichte oder offenen Brief zu schreiben. Dies ein weiteres Mittel Gemeinschaft zu stärken. Angebote für Mutter und Kind, Opa und Enkel, Freund und Freundin öffnen die Sicht auf die Welt.

Demokratie und Sozialer Zusammenhalt

Starbach35 denkt die eigene Arbeit konsequent als Regionalbeitrag: Ein Hof, der Leben, Kultur, Bildung und Klimaschutz zusammenbringt, ist kein Einzelprojekt, sondern ein Baustein für eine zukunftsfähige Gemeinde Nossen. Der Hof vernetzt sich aktiv mit anderen Initiativen in der Region, nimmt an öffentlichen Prozessen teil und versteht sich als Modell, anschaulich genug, um andere zu inspirieren, konkret genug, um zu zeigen, dass es geht. Barrierefreiheit, gemischte Nutzung, lokale Lebensmittelversorgung, geteilte Mobilität und offene Begegnungsräume sind keine Zukunftsszenarien, sondern bereits heute auf dem Hof gelebte Praxis. Was Starbach35 aufbaut, soll die ganze Region stärken.

Wer steht hinter Starbach Netzwerk?

Über die Projektgruppe

Sieben Frauen bilden den Gründungskern: Ärztin, Architektin, Sprachlehrerin, Yogalehrerin, Ayurvedatherapeutin, Heilpraktikerin, Musiktherapeutin und eine Kulturmanagerin. Dazu kommen Kompetenzen in Handwerk, Buchhaltung, Gastronomie, Pädagogik, Therapie, Kunst, Gärtnerei und Landwirtschaft. Alle arbeiten Hauptberuflich außerhalb und engagieren sich für Starbach35 rein ehrenamtlich.

Über die Organisationsform

Starbach Netzwerk ist als gemeinnütziger eingetragener Verein organisiert. Es gibt einen gewählten Vorstand sowie Einzelmitglieder, die in der Mitgliederversammlung abstimmen. Entscheidungen werden im Konsens oder durch Mehrheitsvotum getroffen. Externe Unterstützung wird in den Bereichen Management, Sichtbarkeit und Werbung angenommen. Über das eigene Netzwerk besteht Kontakt zu anderen Vereinen, Stiftungen, zur Gemeindeverwaltung und anderen Unterstützenden.

Ansprechpersonen

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Kirst, Anke

Vorstand

Lantzsch, Samantha

Mitglied