Das Projekt

Der Kulturhof28 auf Pellworm (Schleswig-Holstein) lässt eine alte Hofstelle als lebendigen Begegnungsort neu entstehen: Mit modernen Wohnungen, Gemeinschaftsbereichen und Veranstaltungsraum schafft das Projekt Raum für Kunst und Bildung – ein entschleunigtes Zuhause für Insulaner*innen und Gäst*innen inmitten der Biosphäre.

Gestern und heute

Donata ist Insulanerin. Sie kennt Pellworm, seine Menschen und seine Dynamiken. Ihr gehört der Hof. Noreen ist selbstständige Architektin mit Fachwissen rund um nachhaltiges Bauen und bringt die Fähigkeit mit, aus alten Gebäuden kluge neue Orte zu machen. Im entstehenden Verein Kulturhof28 agieren Pellwormer*innen und Hamburgerinnen (und wir freuen uns, wenn bald mehr dazukommen können…).
Das Projekt befindet sich in der frühen Planungsphase. Der Hof selbst steht. Die Gebäude sind vorhanden. Ein erstes Konzept für Nutzung, Architektur und Betrieb liegt vor. Die wichtigsten Fragen für die nächste Phase sind identifiziert: Wer macht langfristig mit? Wie kann der Umbau finanziert werden? Welche Rechts- und Organisationsform passt? Für den Kulturbetrieb gründen wir den Verein Kulturhof28. Gespräche mit dem Projektmanagement der Biosphäre Pellworm laufen. Die Suche nach weiteren Mitstreiter*innen – sowohl als Bewohner*innen als auch als Beteiligte am Kulturbetrieb – hat begonnen.
Erstens: Trägerstruktur aufbauen. Die rechtliche und organisatorische Form des Projekts muss geklärt werden – so, dass Beteiligung möglich ist, Fördergelder fließen können und das Vorhaben auch dann trägt, wenn einzelne Personen ausscheiden. Das ist die Grundvoraussetzung für alles Weitere. Zweitens: Kerngruppe erweitern. Der Kulturhof28 braucht Menschen, die dauerhaft auf Pellworm leben oder leben wollen und den Betrieb mitgestalten. Die Suche danach ist aktiv – über das Netzwerk der Initiator*innen, über die Biosphäre Pellworm und über Plattformen für ländliche Wohnprojekte. Drittens: Finanzierung sichern. Förderanträge müssen gestellt, Eigenkapital mobilisiert und gegebenenfalls Kreditfinanzierung vorbereitet werden. Das Zusammenspiel aus LEADER-Mitteln und privaten Beiträgen soll die Finanzierungsstruktur des Umbaus tragen.
Der Kulturhof28 soll ein Ort werden, der Pellworm gut tut: Wohnungen, die sich dem Leben anpassen. Ein Treffpunkt, der Insulaner*innen und Besuchende zusammenbringt. Konzerte, Lesungen und Kunst sollen stattfinden, wobei FLINTA* und Queers besonders supportet werden. Bildungsangebote, die das Wissen über Wattenmeer, Biosphäre und Inselkultur lebendig halten. Eine offene Werkstatt, die Selbermachen und Reparieren wieder zum Alltag macht. All das soll in Bestandsgebäuden entstehen – ohne neue Flächenversiegelung, mit regionalen Materialien, respektvoll gegenüber der fragilen Inselökologie.
Wohnen Offene Treffpunkte und Angebote Zukunftsfähige Regionen und Städte Klimaschutz Demokratie und Sozialer Zusammenhalt

Wohnen

Wohnraum ist auf Pellworm ein knappes Gut: Ferienhäuser dominieren, erschwingliche Dauerwohnungen sind selten. Der Kulturhof28 setzt dem ein konkretes Konzept entgegen: bauflexible Architektur, bei der Wohnungen durch das Verschieben oder Öffnen von Wänden vergrößert oder verkleinert werden können. Damit reagieren die Wohnungen auf unterschiedliche Lebensrealitäten – Familien mit Kindern, Paare, Alleinstehende, Menschen, deren Bedürfnisse sich im Laufe der Zeit verändern. Ein besonderer Fokus liegt auch hier auf der Unterstützung von FLINTA*s und Queers. Ziel ist es, dauerhaften, modernen Wohnraum zu schaffen, der Insulaner*innen ermöglicht, auf Pellworm zu bleiben oder dorthin zu ziehen – und der den saisonalen Ferienhausüberhang auf der Insel etwas ausgleicht.

Zukunftsfähige Regionen und Städte

Auf Pellworm gibt es wenige öffentliche Orte, an denen Menschen zusammenkommen können, die nichts konsumieren wollen oder müssen. Der Kulturhof28 soll diese Lücke schließen: als offener Treffpunkt mit einem Angebot aus Kultur, Bildung und gemeinschaftlichem Tun. Geplante Angebote umfassen Veranstaltungen und Seminare rund um Wattenmeer, Biosphäre und Inselkultur sowie eine offene Werkstatt für Menschen ohne eigene Werkstatt. Kreative Formate, Ausstellungen und Bildungsabende sollen Insulaner*innen, Zugezogene und Gäst*innen zusammenbringen – niedrigschwellig und ohne Konsumzwang. So entsteht ein Ort, der nicht nur Programm bietet, sondern Gemeinschaft ermöglicht.

Offene Treffpunkte und Angebote

Pellworm hat eine Herausforderung, die viele kleine Inseln kennen: Die Bevölkerung altert, junge Menschen verlassen die Insel, Infrastruktur schwindet. Der Kulturhof28 setzt dem ein positives Zukunftsbild entgegen: Wohnraum, Arbeitsplätze und kulturelle Angebote, die Anreize schaffen, zu bleiben oder herzukommen. Das Projekt ist eng mit dem Projektmanagement der Biosphäre Pellworm verbunden und versteht sich als Teil einer größeren Entwicklungsstrategie für die Insel. Durch das Zusammenspiel von modernem Wohnen, regionalem Bildungsangebot und touristischer Attraktivität kann Pellworm als Lebens- und Reiseort an Profil gewinnen.

Wer steht hinter Kulturhof28 - Nordseeinsel Pellworm?

Über die Projektgruppe

Donata - Eigentümerin, Insulanerin seit Geburt und damit vor Ort gut vernetzt, liebt Musik, Noreen - selbstständige Innenarchitektin, dadurch viel Fachwissen zum Thema Bau, Claudia – selbstständige Unternehmensberaterin und Coach für Organisationen, Daniel – Landeswettbewerbsleiter für Jugend forscht, Musikbegeistert (selbst auch mit Klavier, Gesang und Saxophon), Franzi – freischaffende Theaterregisseurin, Felix – Filmschaffender, Annika – Musikerin „Lieder-im-Ohr“ und Musiklehrerin, Thomas – Autor und Slam Poet, Jan - Veranstaltungstechniker, DJ, Andrea - Kunsthandwerkerin, Autorin, Heilpflanzenpädagogin, Mitgründerin eines Waldkindergartens und einer freien Schule

Über die Organisationsform

Das Projekt ist bislang privat organisiert; Donata ist Eigentümerin des Hofes. Mit dem Wachstum der Gruppe und dem Fortschreiten der Planung soll eine geeignete Organisationsform gefunden werden, die Beteiligung ermöglicht, Transparenz sichert und die Gemeinwohlorientierung des Projekts rechtlich absichert. Eine Vereinsgründung für den Kulturbetrieb ist bereits in Planung, ergänzt durch eine privatrechtliche Trägerstruktur für Wohnen und Wirtschaft. Treffen finden regelmäßig statt, teils digital, teils auf der Insel. Mit wachsender Gruppe soll die Entscheidungsstruktur formalisiert und für neue Mitglieder transparent zugänglich gemacht werden."

Ansprechpersonen

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Donata Petersen

Hofeigentümerin und Initiatorin

Noreen Süße

Bauleitung