Das Projekt

Der Alsenhof in Lägerdorf (Schleswig-Holstein) ist ein denkmalgeschütztes historisches Hofensemble aus dem Jahr 1850, das seit 2019 von der Alsenhof eG als gemeinwohlorientiertes Kreativzentrum für Wohnen, Arbeiten, Coworking und Begegnung im ländlichen Raum entwickelt wird.

Gestern und heute

Der Alsenhof ist ein historisches Gebäudeensemble in Lägerdorf (Schleswig-Holstein), das 1850 von der Familie Alsen im Zusammenhang mit dem Kreideabbau erbaut wurde. Das 15.000 m²-Grundstück mit Wohnhaus, Stallgebäude und Garten wurde über die Jahrzehnte auch von Holcim (Zementwerk) und Alt+Wert (Möbelaufbereitung) genutzt, ehe es längere Zeit leer stand. 2019 nahm die Alsenhof eG ihre Arbeit auf. Eigentümer Martin Dethlefsen unterstützt die Genossenschaft dabei, den Hof zu einem integrierten Ort für Wohnen, Arbeiten und Begegnung zu entwickeln. Das Projekt ist als Schlüsselprojekt im Ortsentwicklungskonzept der Gemeinde Lägerdorf eingestuft. Seitdem ist der Alsenhof schrittweise gewachsen: Coliving, eine Selbsthilfewerkstatt für Camper, ein Coworking-Space und erste Veranstaltungen – ein Kreativzentrum entsteht.
Im Wohnhaus läuft das Coliving-Projekt, der Coworking-Space ist aktiv. Die Selbsthilfewerkstatt für Camper ist geöffnet. Erste Veranstaltungsformate sind etabliert: Selbsthilfewerkstatt für Campende, Flohmärkte, Graffiti-Workshops, Hochbeetebau, Kooperation mit einer Kleintierauffangstation. Derzeit laufen Planungen für die Sanierung der Coworking-Event-Halle im ehemaligen Stallgebäude (rund 2.000 m²); eine Machbarkeitsstudie zur Bankfinanzierung ist in Arbeit. Mit der fertigen Halle sollen Veranstaltungskapazität, Coworking-Angebote und Bildungsformate erheblich ausgebaut werden. 2 Gästebetten stehen bereits zur Verfügung.
In den nächsten zwei Jahren soll der Alsenhof als lebendiges Kreativzentrum etabliert werden: mit vollausgelastetem Coworking- und Veranstaltungsbereich nach Sanierung der Event-Halle, einem tragfähigen Gastronomiekonzept und vielfältigen Bildungsangeboten für alle Generationen. Gesucht wird Unterstützung bei der Verstetigung von Förderstrukturen, beim Ausbau strategischer Partner*innenschaften (Kultur, Bildung, Handwerk, Soziales) sowie in der Organisationsentwicklung. Der Aufbau eines regionalen Talentpools, die Digitalisierung der Prozesse und der Ausbau belastbarer Wirkungsmessung sind weitere Entwicklungsziele.
Ein KreativOrt für Menschen aus verschiedenen Fachrichtungen und Generationen – mit Freiräumen für Leben, Lernen und Arbeiten im Wohnhaus, in der Coworking-Event-Halle, den Werkstätten und dem Außengelände. Das ist die Vision des Alsenhofs. Dabei ist die Balance von Ökonomie, Ökologie und Sozialem das leitende Prinzip: Menschen vor Ort sollen Gestalter*innen ihres eigenen Lebens werden. Der Alsenhof soll ein Erfahrungsort sein, an dem Eigenverantwortung, Kreativität, Empathie und das Agieren unter Unsicherheit erlernt werden können. Ein Ort, der zeigt, dass ländlicher Raum kein Defizit ist – sondern Zukunftslabor für eine regenerative, vernetzte und gemeinwohlorientierte Gesellschaft.
Wohnen Arbeiten Demokratie und Sozialer Zusammenhalt Organisationskultur und Gemeinwohlorientierung Zukunftsfähige Regionen und Städte

Wohnen

Wohnen am Alsenhof bedeutet mehr als ein Dach über dem Kopf – es ist gelebte Gemeinschaft und Modell für zukunftsfähige Lebensformen im ländlichen Raum. Auf dem Gelände entsteht ein vielfältiges Wohnangebot: für Menschen in Übergangsphasen, Kreative, Familien und temporäre Gäst*innen. Geplant sind Tiny Houses, Glamping-Angebote, WG-Zimmer und mittelfristig ein genossenschaftliches Wohnprojekt mit bezahlbarem Wohnraum. Wohnen ist eingebettet in aktives Dorfleben: Wer am Alsenhof wohnt, wird Teil einer engagierten Gemeinschaft und übernimmt Mitverantwortung in Küche, Garten, bei Veranstaltungen oder im Betrieb der Werkstätten. Selbstverwaltung, Transparenz und Privatsphäre werden gleichzeitig ermöglicht – unterstützt durch Mentoring und gemeinschaftsbildende Formate.

Arbeiten

Arbeiten am Alsenhof bedeutet: Sinnorientierung statt Hamsterrad, Kooperation statt Konkurrenz. Mit Coworking- und Maker Space entsteht ein Ort, an dem Menschen aus Handwerk, Kultur, Bildung, Sozialem und Unternehmertum zusammenkommen. Flexible Arbeitsplätze, Werkstätten, Besprechungsräume und Veranstaltungsflächen ermöglichen produktives Arbeiten im eigenen Rhythmus – für Freiberufler*innen, Start-ups und kleine Organisationen. Wer hier arbeitet, kann sich aktiv einbringen: in der Gestaltung des Ortes, der Prozesse oder gemeinsamer Veranstaltungen. Der Alsenhof bietet Formate zur Peer-to-Peer-Begleitung und Zugang zu einem Netzwerk aus Zukunftsorten, Kommunen und Bildungsakteuren. Ein Arbeitsumfeld, das Kreativität, Gesundheit und Wirkung ermöglicht – als Alternative zu Isolation im Homeoffice. Eigenverantwortliches Handeln, flache Hierarchien und kollegiale Führung wird gefördert.

Zukunftsfähige Regionen und Städte

Der Alsenhof ist ein Reallabor für die Entwicklung zukunftsfähiger Regionen. Als Kreativ- und Lernort verbindet er Stadt und Land, Tradition und Innovation, Handwerk und Digitalisierung. Mit Angeboten in Coworking, Bildung, Veranstaltungen, Gastronomie, Wohnen und Kultur setzt er soziale, ökologische und wirtschaftliche Impulse. In enger Zusammenarbeit mit Kommune, Zivilgesellschaft und Wirtschaft stärkt der Alsenhof regionale Kreisläufe und fördert den Aufbau regenerativer Infrastrukturen. Er ist Teil eines wachsenden Netzwerks regenerativer Orte und versteht sich als Katalysator für soziale Innovation – und als Einladung an andere Gemeinden, selbst aktiv zu werden. Leerstand wird zu lebendigem Lebensraum mit Mehrwert für Dorfgemeinschaft und Region.

Wer steht hinter Alsenhof?

Über die Projektgruppe

Das Team des Alsenhofs vereint Praxiserfahrung in Handwerk, Veranstaltungsmanagement und Gastronomie mit betriebswirtschaftlicher, pädagogischer und strategischer Kompetenz. Expertisen in Coworking, Community-Aufbau, Fördermittelakquise, Markenentwicklung und kulturellen Bildungsformate sind im interdisziplinären Team aus lokalen Akteur*innen, Unternehmer*innen und Kulturschaffenden vereint. Das Team verfügt über ein starkes Netzwerk in der Region und in bundesweiten Zukunftsort-Initiativen. Diese überregionale Vernetzung ergänzt die tiefe lokale Verwurzelung – und ist Grundlage für Kooperationen, Förderzugänge und übertragbare Modelle.

Über die Organisationsform

Der Alsenhof arbeitet kooperativ, transparent und verantwortungsvoll. Entscheidungen werden im Kernteam regelmäßig im Konsens getroffen; strategische Weichenstellungen werden mit der Genossenschaft und Stakeholdern abgestimmt. Die Arbeitsweise ist geprägt von agilen Methoden, kollegialer Führung und einer lernenden Haltung. Eigenverantwortung und Gemeinschaftssinn werden verbunden. Das Modell soll zeigen, dass gemeinwohlorientierte Organisationsformen wirtschaftlich tragfähig und regenerativ betreibbar sind.

Ansprechpersonen

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Heiko Kolz

Vorstand