Das Projekt
Wir bauen Zukunft in Nieklitz (Mecklenburg-Vorpommern) ist ein 10-Hektar-Campus für regeneratives Wirtschaften: Genossenschaft, Tiny-Houses-Siedlung, Permakultur-Waldgarten, fünf angesiedelte Sozialunternehmen und ein lebendiger Seminar- und Gemeinschaftsort mitten in einer strukturschwachen Region mit 150 Einwohnenden.
Gestern und heute
2016 beginnt in Nieklitz die Transformation eines ehemaliges Zukunftszentrum zu einem gemeinwohlorientierten Modellort. Aus einem leerstehenden botanischen Garten entstand Schritt für Schritt ein lebendiger Campus für regeneratives Wirtschaften – mit Coworking, Werkstätten, Permakultur-Waldgarten, Tiny-House-Forschungssiedlung sowie Bildungs- und Veranstaltungsformaten für Groß und Klein. Wir bauen Zukunft wächst als Genossenschaft organisch durch engagierte Mitglieder und regionale Partner*innenschaften und ist heute ein vernetzter Lern- und Experimentierraum für gesellschaftliche Transformation.
Der Campus in Nieklitz ist voll in Betrieb: Teamretreats, Konferenzen und Festivals finden regelmäßig statt. Die Werkhalle wurde vom Makerspace zu einem Hub für gemeinwohlorientiertes Unternehmertum weiterentwickelt. Das Team von Hauptsache Tiny baut ökologische Tiny Häuser, Die SoLaWi Himmel & Humus versorgt die Eventküche wöchentlich mit Gemüse vom Feld; Knirps & Knolle beliefert täglich über 400 Kinder mit regionalem Kita-Catering. Tools for Tomorrow verschickt Bücher und Erfahrungen in die Welt. Die PV-Anlage mit Ladeinfrastruktur ist im Betrieb. Regionale und überregionale Kooperationen werden kontinuierlich vertieft.
In den nächsten zwei Jahren will Wir bauen Zukunft neue Wohn- und Arbeitsräume schaffen, die angebundenen Sozialunternehmen stärken, regionale Kooperationen vertiefen und das Energie- und Stoffstromsystem vollständig integrieren. Bildungsangebote für Kommunen und Organisationen sollen skaliert, das Modell gemeinschaftsbasierten Wirtschaftens professionalisiert werden.
Unterstützung wird gesucht: bei Finanzierung und Projektentwicklung, nachhaltiger Infrastrukturplanung, beim Aufbau wertvoller Beratungsangebote und bei der Vernetzung mit Politik, Forschung und Wirtschaft. Ziel ist das Modell langfristig tragfähig zu machen.
Gesunde Ökosysteme schaffen, in denen Menschen in Einklang mit der Natur leben, lernen und arbeiten können – das ist die Mission von Wir bauen Zukunft.
Auf dem 10-Hektar-Campus kommen Wohnen, Arbeiten, Landwirtschaft, Bildung und Gemeinschaft zusammen – nicht als Konzept, sondern als täglich gelebte Praxis. Als Teil des globalen Wandels, stärkt das Projekt die gesellschaftliche Transformation hin zu einem bewussten Leben in Verbundenheit und fördert regeneratives Wirtschaften.
Ein überregionales Partnernetzwerk mit gemeinwohl-orientierten Initiativen, Organisationen und anderen Zukunftsorten wird etabliert, das Projekt wirtschaftlich aufgebaut und gleichzeitig das lokale Ökosystem erhalten und gepflegt.
Arbeiten
Offene Treffpunkte und Angebote
Klimaschutz
Organisationskultur und Gemeinwohlorientierung
Zukunftsfähige Regionen und Städte
Arbeiten
Wir bauen Zukunft schafft im ländlichen Raum neue Formen von Arbeit, Unternehmertum und Einkommen, die wirtschaftlich tragfähig und zugleich gemeinwohlorientiert sind. Die Genossenschaft bildet den strukturellen Rahmen für fünf gemeinwohlorientierte Sozialunternehmen auf dem Campus sowie weitere sozialunternehmerische Initiativen die sich im regional Umfeld gegründet haben. Sie arbeiten eigenständig, teilen aber Werte, Infrastruktur und Netzwerk. Seit Projektstart sind 16 Vollzeitäquivalente Stellen entstanden – 6 in der eigenen Genossenschaft, 10 in den angebundenen Betrieben.
Wir bauen Zukunft stellt Arbeits- und Gewerbeflächen bereit: Werkhalle, Coworking-Bereiche, Büros, Werkstätten und multifunktionale Projektflächen. Diese ermöglichen es, vor Ort zu arbeiten, Unternehmen aufzubauen oder weiterzuentwickeln und Pendelwege zu vermeiden.
Darüber hinaus sind viele Beteiligte und Zugezogene in zentralen Bereichen der regionalen Daseinsvorsorge tätig. Der Zuzug von über 50 Menschen trägt dazu bei Fachkräfte in der Region zu halten.



Arbeiten
Mecklenburg-Vorpommern Nieklitz
/
3
/
3
/
3
Zukunftsfähige Regionen und Städte
Circa 15 Personen vom Campus sind regelmäßig in regionalen Netzwerken aktiv: LEADER Schaalsee, Landvorteil e.V., Kreative MV, Coworkland eG sowie lokale Bildungs- und Naturschutzakteure. Das Engagement umfasst Moderation, Konzeptentwicklung und strategische Begleitung. Der Campus dient als kostenfreier Treffpunkt für Arbeitsgruppen und Netzwerktreffen.
Eigene Projekte entstehen aus konkreten Bedarfen und werden mit regionalen Akteur*innen umgesetz. Dazu zöhlen Formate wie Vernetzungsveranstaltungen, Bildungsangebote, Mitmachtage, Camps und Beteiligungsformate. Dabei werden Methoden regionaler Entwicklung (partizipative Planungsprozesse,Commons-basierte Organisationsformen, Dragon Dreaming, …) angewandt und erprobt. Erkenntnis werden dokumentiert und weitergegeben durch Publikation, Beratungen und Vorträge.
So entsteht Wirkung auf mehreren Ebenen: lokal durch konkrete Zusammenarbeit, regional durch Vernetzung und Strukturbildung und überregional durch Wissenstransfer und Nachahmung. Wir bauen Zukunft trägt damit zur strukturellen Erneuerung des ländlichen Raums bei und macht neue Formen regionaler Entwicklung sichtbar, anschlussfähig und übertragbar.



Zukunftsfähige Regionen und Städte
Mecklenburg-Vorpommern Nieklitz
/
3
/
3
/
3
Klimaschutz
Wir bauen Zukunft entwickelt 10 Hektar zu einem Modell für ökologische Regeneration: 2,5 ha wurden renaturiert – Permakultur-Waldgarten, Agroforst, Blühstreifen und Habitate. Ein 2.000 m² Bio-Marktgarten mit Lowtill, Mulchgemüsebau und Terra Preta zeigt nach einem Jahr deutlich erhöhte Bodenfruchtbarkeit. Eine Kartierung der Naturforschenden Gesellschaft Mecklenburg bestätigt über 500 Pflanzenarten, seltene Libellen und breites Artenspektrum – das Ergebnis gezielter Pflegemaßnahmen.
Das Energiekonzept: 70 kWp Photovoltaik und Batteriespeicher decken 70 % des Eigenbedarfs. Gebäude bestehen zu bis zu 75 % aus Natur- und Recyclingmaterialien; Lehmbau und Dachbegrünung stabilisieren das Mikroklima. Geteilte Infrastruktur, Free-Shop und Materialkreisläufe reduzieren Ressourcenverbrauch. Kinder-Camps, Permakultur-Workshops und die Biosphera-Audio-App vermitteln Wissen erlebnisorientiert und übertragbar.



Klimaschutz
Mecklenburg-Vorpommern Nieklitz
/
3
/
3
/
3
Wer steht hinter Wir bauen Zukunft?
Über die Projektgruppe
Die Gründungsgruppe kennt sich teils aus dem Earthship-Bau in Schloss Tempelhof und aus POC 21 Open State. Mit dabei ist Architekt Ralf Müller, der das erste Earthship Deutschlands baurechtlich durchgesetzt hat. Das Team kommt aus Bau, Permakultur, Pädagogik, Design, Gastronomie, IT, Körperarbeit und Architektur – und trifft sich im gemeinsamen Ziel: lebendige Ökosysteme und lebenswerte Zukünfte zu gestalten.
Heute ist das Netzwerk stark gewachsen: Zukunftsforschende, Transformationsgestalter*innen und Innovationsberater*innen rund um den Campus. Über 50 Menschen sind seit Projektbeginn in die Region gezogen. Die Genossenschaft hat mittlerweile knapp 100 nutzende und investierende Mitglieder.
Über die Organisationsform
Wir bauen Zukunft arbeitet als Genossenschaft mit klaren Verantwortungsbereichen, selbstorganisierten Teams und einem zyklisch-regenerativen Arbeitsmodell. Entscheidungen werden kontextbezogen getroffen: operativ in Rollen und Kreisen, strategisch im Zusammenspiel von Vorstand, Aufsichtsrat und Arbeitskreisen. Genutzt werden entweder das Konsentprinzip mit Einwandintegration, Kompetenzbasierte Entscheidungsformen oder Widerstandsabfragen. Monatliche Jour Fixes, Arbeitskreise, Commons-Praxis, OKR-orientierte Strukturen und naturzyklische Phasen unterstützen die gemeinsame Ausrichtung, Gesundheit und Wirksamkeit der Organisation.
Ansprechpersonen
Johannes Milke
Vorstand
Amelie Salameh
Projektentwicklung




