Das Projekt

Das Kühlhaus Görlitz hat aus einer Industriebrache in Görlitz (Sachsen) einen lebendigen Kultur-, Arbeits- und Übernachtungsort geschaffen: 40 Bewohner*innen, 12 Arbeitsplätze, 52 Gästebetten, Coworking, Werkstatt, Veranstaltungen – auf eigenen wirtschaftlichen Füßen stehend.

Gestern und heute

Fünf Menschen auf der Suche nach einer Location für Technopartys – Dann eskalierte es: Aus einer Industriebrache wurde schrittweise ein lebendiges Ensemble aus Kultur-, Arbeits- und Wohnort mit großem Übernachtungsangebot in der sächsisch-polnischen Grenzstadt.
Außengelände und nahezu alle Anbauten sowie separat stehenden Gebäude sind wieder in Nutzung. Mit 40 Bewohner*innen, 12 Arbeitsplätzen und 52 Gästebetten steht der laufende Betrieb auf eigenen wirtschaftlichen Füßen; die nötigen Investitionen wurden bisher durch den Eigentümer ermöglicht. Aktuell laufen Gespräche zur Gründung einer gemeinsamen Firma, in die der Eigentümer das Gelände und das Team den Wirtschaftsbetrieb einbringt. Das Kühlhaus würde damit nach vielen Jahren quasi Miteigentümer .
Priorität hat aktuell die Gründung einer gemeinsamen Firma mit dem Eigentümer: Er bringt das Gelände ein, das Team den Wirtschaftsbetrieb – das Kühlhaus wird Miteigentümer und erhält damit langfristige Sicherheit. Dieser Schritt formalisiert auch die gemeinwohlorientierte Ausrichtung des gesamten Projekts nach außen.
Großes Ziel des Kühlhause ist das denkmalgeschützte Haupthaus, das bisher nur intern genutzt werden kann, endlich vollständig für Kultur- und Kreativwirtschaft zu öffnen.
Arbeiten Offene Treffpunkte und Angebote Klimaschutz Organisationskultur und Gemeinwohlorientierung Zukunftsfähige Regionen und Städte

Arbeiten

Auf dem Gelände haben sich verschiedene Gewerbetreibende angesiedelt: Gartenbau, Holzbau, Tiny-House-Produktion, eine Produktionshalle für Fußböden, gemeinschaftlich genutzte Büroflächen und Lagerräume. Wer einen Ort sucht, um ein eigenes Projekt zu starten, wird hier fündig.

Zukunftsfähige Regionen und Städte

Das Kühlhaus versteht sich als positives Beispiel dafür, was in strukturschwachen Regionen möglich ist, wenn Verwaltungen Akteur*innen vertrauen und Freiraum lassen. Erfahrungen aus jahrelangem Umgang mit Behörden und Planungsverfahren werden aktiv geteilt. Stadtentwickler*innen erhalten Impulse, wie Genehmigungsverfahren akteur*innenfreundlicher gestaltet werden können. Das Kühlhaus zeigt: Manchmal entsteht das Beste, wenn Strukturen sich organisch entwickeln dürfen.

Klimaschutz

Das Kühlhaus nutzt Bestandsgebäude nach und setzt dabei möglichst auf Gebrauchtes und Sekundärbaustoffe. Eigene Energieerzeugung ist ein erklärtes Entwicklungsziel; vollständige Autarkie bleibt ein Traum, an dem es allerdings nicht an Ideen mangelt.

Wer steht hinter Kühlhaus Görlitz?

Über die Projektgruppe

Das Team ist divers und sowohl organisatorisch als auch handwerklich begabt – was ermöglicht, nahezu alle Aufgaben am Gelände selbst zu bewältigen und teure externe Leistungen zu vermeiden. Der Verein konzentriert sich auf Inhalte, Vereinsleben und Kulturveranstaltungen. Der Wirtschaftsbetrieb vermarktet das Gelände und finanziert alle laufenden Kosten. Diese klare Rollenteilung ermöglicht schlankes, effektives Miteinander im Alltag.

Über die Organisationsform

Der gemeinnützige Verein übernimmt inhaltliche Aufgaben, Vereinsleben und Kulturveranstaltungen. Der Wirtschaftsbetrieb finanziert aus seinen Einnahmen alle laufenden Kosten sowie Investitionen in Infrastruktur und Ausstattung des gesamten Geländes. Das Tagesgeschäft läuft pragmatisch: meistens am Mittagstisch oder zwischen Tür und Angel. Formale Meetings und Klausuren gibt es für größere Vorhaben und Jahresplanung.

Ansprechpersonen

 -
Danilo Kuscher

Betreiber

Julia Gabler

Vorständin